Fortsetzung von Teil 1.

Horst lächelte leicht, als er die Schlagzeile der Zeitung las. Eine Frau stellt die Union also als Kanzlerkandidatin auf. Ausgerechnet die „Brennstabpolitische Sprecherin der Bundestagsregierung“ wie Fischer es Mitte der 90er so nett formuliert hatte. Solle sie doch kommen. Eine Frau, ohne Kinder und dazu aus dem Osten. Gute Voraussetzungen für einen Wahlsieg. Aus der Bierrunde mit dem Bayern würde also doch nichts werden. Naja, Weißbier war eh’ noch nie sein Ding. Gerds Umfrageergebnisse wurden auch immer schlechter. Die der „Brennstabpolitischen Sprecherin“ wurden aber auch nicht besser. Die Gewinner der Bundestagswahl schienen die kleinen Parteien zu werden. Der Linke Flügel der SPD wandert zum Teil zur „Linkspartei“, die FDP gewinnt ohne erkennbare Gründe Stimmen hinzu und die Grünen tummeln sich im unteren Umfragebereich. Für FDP & Union dürfte es dennoch reichen. Aber was wenn nicht? Für Rot-Grün reichte es ja auch nicht mehr. Rot-Rot-Grün? Schwarz-Grün-Gelb? Aus Erfahrung wusste Horst, dass falls man viele Farben mischt, die Farben unansehnlich werden. In Kunst war er ja schon immer gut gewesen. Nicht nur in der Schule. Wo wir schon dabei sind. Apropos Schule …