Liebe Zuschauer und Zuschaurinnen,
heute befinde ich mich hinter den Kulissen des Restaurant „die Bundesrepublik“. Neben mir, die recht neue, Chefköchin Angela. Angela würden Sie so freundlich sein und unseren Zuschauern erklären wie ihre Großküche organisiert ist? Selbstverständlich. Wir als populäres familienfreundliches Restaurant…
Darf ich sie daran erinnern das sie uns erklären wollten, wie ihr Betrieb organisiert wird? Schleichwerbung gibt es bei uns nur im Nachmittagsprogramm. Da lohnt sich das mehr…
Wie ich eben schon ansetzen wollte, unser Arbeitsablauf basiert auf guter Arbeitsteilung. Die Kunden geben ihre Stimme ab ihre Bestellung auf, aber letzendlich sage ich was gemacht werden soll. Zuerst kann man von der Speisekarte aussuchen, später muss man sich mit dem zufrieden geben was man bekommt. Heute gibt’s den Eintopf Gesundheitsreformica. Schon jetzt bereiten die Küchenhilfen die einzelnen Zutaten vor. Kurt bereitet hier gerade die Gewürze vor.
Kurt würden sie so freundlich sein und uns erklären was das besondere an diesen paar Kräutern ist?
Diese Kräutermischung die ich da gerade vorbereite nennt man unter den Köchen „Elementé soziale“. Diese Mischung ist dafür bekannt wohl bekömmlich zu sein. Leider kehren in unser Restaurant immer öfter Menschen mit „Elementé soziale“-intoleranz ein. Hier spricht man bei uns im Restaurant von „Liberalität“.

Nun sind ja die Kräuter für den Eintopf eher nebensächlich. Wer bereitet denn die Hauptzutaten vor?
Schauen sie dort! Das ist unser Mann! Herr Lobby, warten sie hätten sie kurz Zeit uns zu erläutern was sie da machen?
Ich schnippel Paragraphen und ein paar Subventionen in den Topf. Das ist immer das gleiche. Wenn nachher die Gewürze „Elementé soziale“ hineinkommen – kann man nicht mehr genau sagen was die Hauptzutat ist.
Sie machen hier also die Hauptarbeit, Herr Lobby?
Kann man so sagen. Anerkennung für diesen Beruf gibt es leider wenig.
Wo sie die Hauptarbeit im Betrieb machen können sie uns doch verraten wie unsere Leser auch den Eintopf Gesundheitsreformica kochen können…
Aber sicher doch, zunächst müssen Sie liebe Zuschauer und Zuschauerinnen 500g Eigeninteressen rösten und diese dann einer siedendem Petition ca. drei Monate blanchieren, abtropfen lassen, in drei bis fünf gesetzeslange Stücke schneiden. Nun müssen die restlichen Zutaten hinzugefügt werden. Anschließend wird das ganze ganz vorsichtig mit den Elementé soziale abgeschmeckt. Guten Appetit.

Das hört sich ja gut an. Ich danke ihnen Herr Lobby damit wäre auch unser Besuch im Restaurant „die Bundesrepublik“ beendet. Zurück ins Studio.

Eine Antwort auf „“

  1. Die Gesundheitsreform wird leider ein der großen Fehler von der Großen Koalition sein, den leider nicht mehr zu verhindern ist. Viele Menschen werden wegen dieser Reform arbeitslos, andere werden mit schlechteren Arbeitsbedingungen rechnen müssen. Ich hoffe nur, dass unsere Politiker aus eigenen Fehlern irgendwann lernen werden und diese in Zukunft nicht mehr wiederholen.

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