27/5/2007 um 12:47 pm Uhr
Wer kennt sie nicht, diese kleinen Bilder in denen verzerrte Buchstaben dargestellt werden, die man etwa bei einer Registrierung bei einem eMail-Account braucht. Manchmal sind diese kaum zu lesen. Andere wiederum sind recht leicht lesbar, dafür ist der Schutz den diese Captchas bieten bei 0 angelangt. So wird auf der PWNtcha-Seite eindrucksvoll demonstriert wie leicht Programme diese Captachas auslesen können. Menschliche Besucher hingegen ärgern sich hingegen ärgern sich an diesen Bildern. Es kostet Zeit und Mühe diese Bildchen zu entziffern. Leute mit Seh-Behinderungen bleiben ganz außen vor. Aber auch ohne Sehstörung kann das Lesen mühselig sein. Ich frage mich beispielsweise bei dem Buchstaben “w” oft ob das nicht auch “vv” (2 mal “v”) sein könnte…
Trotzdem kommen ab jetzt Captchas auf diesem Blog zum Einsatz. Leicht paradox mag man mir jetzt sagen, aber der Kommentar-Abfall nahm in den letzten zwei bis drei Monaten immer mehr zu. In den letzten zwei Wochen gingen hier täglich etwa 260 Spamkommentare ein. Diese Menge kann man nichtmals mehr grob überfliegen. Auch ist das Verhältnis zwischen Spam und echten Kommentaren einfach unakzeptabel geworden. Auf etwa 2.000 Spamkommentare kommt etwa ein echter Kommentar, wobei die Kommentare von Menschen manchmal auch nicht besser sind, als die mancher Spider/Bots/Spammer.
Deshalb kommt ab dem heutigen Tag reCaptcha zum Einsatz. Der Anbieter ist – soviel ich weiß – in Deutschland vollkommen unbekannt. Aber diese Art von Captcha/Spamschutz hat einen tieferen Sinn und Zweck, wie man schon am “re” vor Captcha merken mag. Diese reCaptchas haben nicht irgendwelche Wörter in sich, sondern Wörter aus Büchern, die man digitalisieren will. Die reCaptchas bestehen immer aus zwei Wörtern. Ein Wort ist bei reCaptcha schon bekannt, ein anderes ist neu und kann von der OCR Software nicht gelesen werden. Wird ein Wort richtig eingegeben, geht reCaptcha davon aus, das das andere Wort auch richtig eingegeben wurde. Die Eingaben werden an die OCR-Software weitergeleitet und somit können Bücher schneller digitalisiert werden. Der Kampf gegen den Spam hat also einen guten Zweck. Deshalb werde ich das ab jetzt auch unterstützen. Selbst an Menschen mit schwacher Sehkraft hat man gedacht und Audiodateien eingebracht. Bei dieser Art von Eingabe unterstützt man zwar nicht die digitalisierung von Wissen/Büchern, aber man kann ja nicht alles haben.
Mehr erfährt man bei reCaptcha.
Nachtrag(06.06.2007): Irgendwie hat sich die Situation nicht durchgängig gebessert. Woran das liegt kann ich momentan nicht sagen. Fest steht nur, dass sich über 1.000 (in Worten – über Tausend) Spam-Kommentare trotz Captcha in den letzten drei Tagen gesammelt haben.Der Großteil des Spams kommt, wenn man dem sogenannten Geo-Tracking trauen darf, aus den USA. Die Mehrzahl aller IPs liegen in den Bereichen von verschiedenen großen, amerikanischen ISP. Danach kommt ein Großteil des Spams der hier im Filter liegt aus Osteuropa (hauptsächlich Russland). Insgesamt lässt sich festhalten, das die Captchas keine besondere Wirkung erzielen, wobei die ersten Tage nach der Installation komplett “Spamfrei” waren. Ich werde wohl oder über abwarten wie das Ganze ausgeht. Eventuell liegt der Fehler auch bei mir und ich habe irgendeine Konfigurationsmöglichkeit komplett übersehen, die das Absenden ohne das richtige Ausfüllen des Captcha-Felds ermöglicht? Ich werde mich drum kümmern…
25/5/2007 um 6:17 pm Uhr
Da alle Welt, in den nächsten Tagen nach Mecklenburg-Vorpommern schaut, wo der diesjährige G8-Gipfel stattfindet, möchte ich einmal auf etwas ganz anderes hinweisen. Wie sieht es eigentlich mit den “Nördliche Marianen” aus, was die Demokratie angeht? Dieser kleinen, südlich von Japan gelegenen Inselgruppe die ein sogenanntes Außengebiet der USA ist? Weiterlesen »
19/5/2007 um 1:39 pm Uhr
Ist so gut wie ausgestorben. Zurecht wie ich meine.
Wenn man sich beispielsweise die (Standard-)Briefmarken der damaligen DDR anschaut, so wird schnell klar – sowas kann man nicht freiwillig sammeln:

Nun gut. Die heutige Post hat inzwischen bessere Briefmarken herausgebracht:

Aber nunja, was wird denn noch per Hand und Marke frankiert. Die paar privaten Postkarten und Päckchen?
Während früher das Briefmarkensammeln ein weit verbreitetes Hobby war, das auch als Form des Sparen genutzt wurde, beschränkt es sich heute fast nur noch auf einen Kreis älterer Herrschaften, die immer weniger werden, oder auf ausgesprochene Spezialisten.
…sagt man bei Wikipedia. Na’ dann.
Wenigstens kann man sich nun freuen wenn man ab und an die Feuerlilie oder eine andere Blüte auf den Paketen/Päckchen/Briefen findet. Besser als diese alten Köpfe oder ein Strichcode sind die neuen Marken der Post allemal.
18/5/2007 um 7:20 pm Uhr
“Das Kapital des Menschen ist unantastbar” – abgeleitet aus dem Grundgesetz
16/5/2007 um 7:53 pm Uhr
Print ist tot
. Zugegeben, das ist etwas polemisch und populistisch. Aber irgendwie bekam ich heute das Gefühl das der Satz nicht ganz falsch ist. Grund dafür war das ich heute einige alte PC- und Foto-Zeitschriften (und einige andere) aussortiert habe. Nachschub ist fast nicht in Sicht. Ich habe mir seit langem keine PC-Zeitschrift mehr gekauft und wenn dann vielleicht mal eine weil die Schlagzeile ganz interessant war. Das war es aber auch schon. An Platz mangelt es mir eigentlich auch nicht, trotzdem habe ich die meisten alten Zeitschriften aussortiert. Zu selten schaue ich mal was nach. Zu selten hatte ich nach dem Kauf das Gefühl: “Wow, was für ein Artikel – den kannst du nochmal gebrauchen”. Ich war fast immer von den Zeitungen enttäuscht. Das liegt weniger an den Themen, die dort angesprochen werden, sondern vielmehr daran, dass die meisten Artikel auf den ersten Blick interessant scheinen, aber sehr kurz sind und meist damit nur einen Einstieg in ein Thema bieten.
Wenn ich zum Beispiel in der Randspalte etwas wie “Hersteller XYZ bringt das neue Produkt ZYX heraus, Experten bezeichnen dies als großen Durchbruch für der gesamte Branche” lese und mich das Ganze interessiert, dann möchte ich gerne was darüber erfahren können. Nicht erst wenn ich den Computer hoch gefahren habe und den Browser geöffnet habe. Nein, hier, jetzt und auf der Stelle. Das habe ich mir wahrscheinlich so über die Jahre angewöhnt, das lesen am Bildschirm ist immerhin für mich und viele andere schon jetzt normal. Für mich sind die meisten Zeitschriften irgendwie ziemlich umständlich geworden. “Das kenne ich doch schon”, denke ich nichtmals so selten wenn ich am Supermarkt mal wieder in der Zeitschriftenecke vorbeischaue.
Vor noch nichtmals so langer Zeit habe ich mir eigentlich recht regelmäßig Zeitungen gekauft. Seit ich per Flatrate surfe mach’ ich das nicht mehr. Zu unlukrativ scheinen die Preise für manche Zeitungen. 9,95€ für eine “Sonderausgabe”, ich glaube da investiere ich doch besser in ein gutes, vielleicht sogar gebundenes, Buch.
Doch halt ist das nicht auch Print?
Irgendwie, ja, irgendwie schon. Aber ein Buch hat den Vorteil das es – zumindest in der Regel – nur ein Thema beinhaltet und geht auf dieses ausführlich ein. Außerdem hat ein – gutes – Fachbuch den Vorteil das man damit mobiler ist als mit einem PC. Das gebundene Fachbuch kann man auch in der prallen Sonne auf der Terrasse lesen, beim Notebook geht das zwar auch, dafür wiegt es einiges mehr und man braucht nach einiger Zeit einen zweiten Akku oder eine Stromanbindung.
In meinem Fall würde man erstmal ein Notebook benötigen. Ich habe jedenfalls keins und plane auch nicht mir eins anzuschaffen. Wozu auch? In der Bahn und dem Bus kann man mit einem Notebook nicht wirklich komfortabel arbeiten. Es fehlen Internetzugang (UMTS ist – noch – teuer und nicht einigermaßen flächendeckend verfügbar) und Stromanschlüsse für längere Fahrten. Zumindest letzteres mag in den IC/ICEs der deutschen Bahn zwar anders aussehen, aber wer fährt schon lange Strecken so oft das sich das wirklich lohnen würde? Außerdem ist der Platz doch eher sehr begrenzt. Vielleicht sollte ich mir mal eine Zugfahrt erster Klasse gönnen? Sponsort mir die jemand?
Doch zurück zur Terrasse. Wenn ich mich in die Sonne lege, dann eher um mich zu entspannen, nicht um zu arbeiten. Das mit dem arbeiten auf der Terrasse funktioniert nicht wirklich gut. Zu klein ist der Tisch um Notizen und Bücher ausbreiten zu können, zu stark weht meist’ der Wind. Wenn dann noch ein recht “offener” Garten mit Nachbarn vorhanden ist, kommt man aber eh nicht mehr hinterher die weg gewehten Notizen wiederzufinden…
Wie dem auch sei. Alle Medien haben ihre Vor- und Nachteile. Wieso für Eins entscheiden. Wieso nicht beides, jeweils dort wo es angebracht ist? Zeitungen zum entspannen und insperieren, das Internet zum Arbeiten, Bücher als mobile Lernhilfen. Eigentlich kann das gar nicht so schlecht sein. Schließlich steht der Zeitschriftenhändler nicht umsonst am Bahnhof. Da wo kaum jemand sein mittelschweres Notebook mitnehmen würde. Ich bin mir sicher: Der verschwindet so schnell nicht von der Bildfläche, also der Zeitschriftenhändler. Was der nun in Zukunft aber verkaufen wird sei mal dahingestellt.
Zum Weiterlesen: Was Blogger besser können und “Print ist tot” bei Spreeblick