Die Sache mit dem Rinderblut in der Schokolade ist schon so ein Ding. Irgendwie glaubt kaum jemand daran, aber irgendwie will man auch nicht daran glauben. Zugegeben, die Vorstellung ist auch etwas absurd.
Die Story mit dem Rinderblut erzählen eigentlich nur verzweifelte (dumme?) Mütter wenn sie nicht wollen das ihre Kinderlein zuviel von dem Zeugs in sich reinstopfen, meint Schrottie in den Kommentaren eines Blogs. Vielleicht ist die Sache doch nicht ganz so einfach. Schließlich bin ich selbst schon mehrfach auf Leute gestoßen, die meinen das zum Beispiel die Schokolade der Firma XYZ-Billigproduktion tatsächlich das Blut von Rindern oder gar von Läusen enthalten würde. Das waren übrigens keine verzweifelten Mütter, geschweige denn überhaupt Frauen. Aber daran sollte man sich auch nicht weiter stören…
Ein bisschen objektiver ist man bei dem Tagesspiegel an die Sache herangegangen:
Der einzige tierische Bestandteil in Schokolade ist das Milchpulver, alles andere ist rein pflanzlich. Der Düsseldorfer Amielleo Faracchio wollte 1995 zwar mal eine tierbluthaltige Schokoladenmasse zum Patent anmelden – aber ohne Erfolg.
Wobei natürlich die Frage ist ob Milchpulver nicht unter umständen minimalistische Spuren von Blut enthalten kann bzw. darf, aber ganz so genau wollen wir es dann doch nicht wissen.
Ich werde mir auf jeden Fall erstmal einen Kaffee kochen und dazu ein paar Stückchen zarte Vollmilchschokolade essen. Schlecht wird mir bestimmt nicht. Falls doch, dann eher weil ich zu viel davon in mich hineingeschlungen habe und nicht weil die Schokolade Blut enthalten könnte, was sie ja aber nicht tut…

Eine Antwort auf „“

Kommentare sind geschlossen.