Spam und Captchas

Wer kennt sie nicht, diese kleinen Bilder in denen verzerrte Buchstaben dargestellt werden, die man etwa bei einer Registrierung bei einem eMail-Account braucht. Manchmal sind diese kaum zu lesen. Andere wiederum sind recht leicht lesbar, dafür ist der Schutz den diese Captchas bieten bei 0 angelangt. So wird auf der PWNtcha-Seite eindrucksvoll demonstriert wie leicht Programme diese Captachas auslesen können. Menschliche Besucher hingegen ärgern sich hingegen ärgern sich an diesen Bildern. Es kostet Zeit und Mühe diese Bildchen zu entziffern. Leute mit Seh-Behinderungen bleiben ganz außen vor. Aber auch ohne Sehstörung kann das Lesen mühselig sein. Ich frage mich beispielsweise bei dem Buchstaben “w” oft ob das nicht auch “vv” (2 mal “v”) sein könnte…

Trotzdem kommen ab jetzt Captchas auf diesem Blog zum Einsatz. Leicht paradox mag man mir jetzt sagen, aber der Kommentar-Abfall nahm in den letzten zwei bis drei Monaten immer mehr zu. In den letzten zwei Wochen gingen hier täglich etwa 260 Spamkommentare ein. Diese Menge kann man nichtmals mehr grob überfliegen. Auch ist das Verhältnis zwischen Spam und echten Kommentaren einfach unakzeptabel geworden. Auf etwa 2.000 Spamkommentare kommt etwa ein echter Kommentar, wobei die Kommentare von Menschen manchmal auch nicht besser sind, als die mancher Spider/Bots/Spammer.
Deshalb kommt ab dem heutigen Tag reCaptcha zum Einsatz. Der Anbieter ist – soviel ich weiß – in Deutschland vollkommen unbekannt. Aber diese Art von Captcha/Spamschutz hat einen tieferen Sinn und Zweck, wie man schon am “re” vor Captcha merken mag. Diese reCaptchas haben nicht irgendwelche Wörter in sich, sondern Wörter aus Büchern, die man digitalisieren will. Die reCaptchas bestehen immer aus zwei Wörtern. Ein Wort ist bei reCaptcha schon bekannt, ein anderes ist neu und kann von der OCR Software nicht gelesen werden. Wird ein Wort richtig eingegeben, geht reCaptcha davon aus, das das andere Wort auch richtig eingegeben wurde. Die Eingaben werden an die OCR-Software weitergeleitet und somit können Bücher schneller digitalisiert werden. Der Kampf gegen den Spam hat also einen guten Zweck. Deshalb werde ich das ab jetzt auch unterstützen. Selbst an Menschen mit schwacher Sehkraft hat man gedacht und Audiodateien eingebracht. Bei dieser Art von Eingabe unterstützt man zwar nicht die digitalisierung von Wissen/Büchern, aber man kann ja nicht alles haben.
Mehr erfährt man bei reCaptcha.

Nachtrag(06.06.2007): Irgendwie hat sich die Situation nicht durchgängig gebessert. Woran das liegt kann ich momentan nicht sagen. Fest steht nur, dass sich über 1.000 (in Worten – über Tausend) Spam-Kommentare trotz Captcha in den letzten drei Tagen gesammelt haben.Der Großteil des Spams kommt, wenn man dem sogenannten Geo-Tracking trauen darf, aus den USA. Die Mehrzahl aller IPs liegen in den Bereichen von verschiedenen großen, amerikanischen ISP. Danach kommt ein Großteil des Spams der hier im Filter liegt aus Osteuropa (hauptsächlich Russland). Insgesamt lässt sich festhalten, das die Captchas keine besondere Wirkung erzielen, wobei die ersten Tage nach der Installation komplett “Spamfrei” waren. Ich werde wohl oder über abwarten wie das Ganze ausgeht. Eventuell liegt der Fehler auch bei mir und ich habe irgendeine Konfigurationsmöglichkeit komplett übersehen, die das Absenden ohne das richtige Ausfüllen des Captcha-Felds ermöglicht? Ich werde mich drum kümmern…

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