Telekommunikation ist wie Fastfood

…so lautet es in der Werbung. Recht hat die Werbung. Nur wirbt die Werbung für den falschen Anbieter, denn neulich habe ich mir wieder ein neues Handy gekauft. Bei Tchibo. Da kostet ein Handy verhältnismäßig wenig, nur die Bedienung ist nicht ganz so schnell wie es sich für Fastfood gehört. So muss man sich ersteinmal für ein Handy entscheiden. Bei Fastfoodbuden kann man sich hauptsächlich für süß und salzig entscheiden. Schmeckt dann eh‘ gleich. Bei Tchibo kann man sich zwischen „geht bestimmt innerhalb der Garantiezeit kapput“, „geht knapp nach der Garantiezeit kaputt“ und „bei dem Preis ist das Ticket zur Tchibofiliale wahrscheinlich in einem Jahr teurer als zu reklamieren“ entscheiden. Die Wahl ist also ziemlich verzwickt. Ich habe mich für „geht knapp nach der Garantiezeit kaputt“ entschieden. War bei meinem Letzten (ebenfalls ein Tchibo-Handy) ebenso. Der Akku machte nach knapp zwei Jahren schlapp. Nach einem zweiminütigen Telefongespräch und einem kurzen Herumsuchen im Telefonbuch durfte man neu aufladen. Das Handy das ich nun habe hat einen Akku von Alcatel. Oder jedenfalls ist auf dem Akku ein Logo von Alcatel zu sehen. Produziert ist der Akku vermutlich ohnehin in der gleichen Fabrik wie mein Vorheriger: Beide haben eine Spannung von 3,7 Volt und 650mAh. Ein Schelm wer böses dabei denkt. Ein neur Akku für mein altes Handy wäre zumindest genauso teuer gewesen wie ein neues Handy, wobei mir dabei nicht ganz klar war ob der Akku von den Abmessungen her wirklich in mein Handy gepasst hätte.
Doch bei dem Gedanken war das neue Handy schon bezahlt und ich war aus der Tchibofiliale gestapft.
Ein paar Meter weiter in der Fußgängerzone kam die komplette Ernüchterung und zwar in der Fastfood-Bude mit dem großen M. „Apfeltasche… dauert aber 10 Minuten!“ meint die Frau hinter der Theke. So lange war ich in der Tchibofiliale gar nicht drin. Telekommunikation ist vielleicht so einfach wie Fastfood. Zumindest aber deutlich schneller.

Starbucks und was bedeutet Kaffeekultur?

Eigentlich mag ich Kaffee. Sogar richtig gerne. Weniger begeistert war ich vom letzten Besuch bei Starbucks. Ich mag zwar diese schönen Sessel in die man so tief einsackt und auch gegen die verschiedensten Coffee-Flavours habe ich nichts einzuwenden. Nun gut, die wenigsten Deutschen werden wirklich schon mit Flavours konfrontiert. Das nennt sich dann eher Sirup und ist in Supermärkten hierzulande wohl doch eher in einer abgelegenen Ecke zu finden. Dennoch Starbucks scheint auch hier recht erfolgreich zu sein. So war ich gestern in der Filiale in der Dortmunder Innenstadt. Normalerweise geht es in den kleineren Kaffee-Häuschen und Waffelstübchen recht ruhig zu. Manchmal meint man an solchen Orten, dass die Zeit stehen bleiben würde. Vielleicht ist das der Grund warum gerade Ältere andauernd dort anzutreffen sind? „Starbucks und was bedeutet Kaffeekultur?“ weiterlesen

Heute kam mal wieder das regionale Klatsch- und Tratschwerbeblatt in den Briefkasten geflattert. Eigentlich hält sich der Klatsch und Tratsch in Grenzen – der Rest ist einfach Werbung. Eigentlich sogar durchaus positiv zu bewerten. Normalerweise schnappe ich mir die Werbung des örtlichen EDV-Marktes aus dem Werbestapel heraus, schaue kurz drüber und werfe dann den gesamten Werbestapel in die – mit Werbung vollgestopfte – Altpapiertüte.
Normalerweise, denn diesmal war in der Werbung nirgendswo ein Rechner zu sehen. Dampfbügeleisen, Reise-Dampfbügeleisen, WLAN-Sticks, USB-Sticks, DVD-Rohlinge, Digitalkameras, Gefriertruhen, Gefriertruhen mit Anti-Bakterien-Beschichtung, Gefriertruhen mit extra großen Fächern. Aber niergendwo war ein PC zu sehen. Sollte der Markt also schon gesättigt sein? Hat schon jeder seinen zweiten Rechner, mustern die Leute nicht mehr alle 5-10 Jahre ihre Rechner aus? Hat der Giga und Terra-Wahn aufgehört und man versucht Ressourcen schonende Anwendungen für seinen alten Rechenknecht zu finden? „“ weiterlesen

Magisches auftauchen

Im Verlag Bloomsbury wird wohl derzeit viel geflucht. Gemeint ist nicht das jemand aus dem neuen Harry Potter vorliest, sondern das man sich über das vorzeitige Erscheinen des siebten Bandes der Harry Potter Reihe in mancher Tauschbörse ärgert. Nun mag man argwöhnen, ach da haben irgendwelche Spinner irgendeine eigene Fassung online gestellt und machen sich nun über die Öffentlichkeit lustig. Mag sein und bis zur letzten Woche mag das auch richtig gewesen sein. Nun ist vorgestern (?) jedoch eine Fassung in den Tauschbörsen aufgetaucht die wohl wirklich das Original ist – eine schlicht und einfaches Archiv in dem sich mehrere hunderte Fotos mit je einer Seite aus „Harry Potter and the Deathly Hallows“ befinden:

Potter Sieben

Wahrscheinlich ist aber wieder alles halb so wild: Ich hätte beispielsweise keine Lust mir auch nur eine komplette Seite durchzulesen von der Version die in den Tauschbörsen umhergeht. Zu schlecht ist die Qualität. Ein abfotografiertes Buch lässt sich nur ganz, ganz schlecht lesen zum anderen ist die Version auch nicht komplett – gerade einmal 495 Seiten umfasst die Version des neuen und vermutlich letzten Harry Potter Buches. Wahrscheinlich ist soetwas nur für die eingefleischten Potterfans interessant und selbst die werden sich das Buch eh‘ vorbestellt haben. Fluchen also unnötig? Eigentlich schon…

Nachtrag(19.07.2007): Da war ich wohl nur einen knappen Tag schneller als das bekannteste Boulevardblatt Deutschlands. Hatten die nicht mal den Slogan „das schnellste Magazin Deutschlands“, aufgrund der Tatsache das man Bundesweit Reporter mit einer gewissen „Flächenabdeckung“ hatte? So ganz scheint das ja nicht zu stimmen, schließlich hatten auch andere Online-Ausgaben bekannter Zeitungen auch die Story etwa zur gleichen Zeit (teilweise früher, teilweise später) wie ich veröffentlicht…

Es war einer dieser Tage. Einer dieser Tage wo nichts gut ging. Wo nichts zu klappen schien. Erst war es einfach nur die Lustlosigkeit ihrer Parteigenossen die Angela störte. Atomkraft?! Kann man das irgendwie positiv formulieren? War es nicht wieder einer dieser Tage wo man solch schreckliche Worte durch einfache, klare und positive Worte ersetzen sollte? „Sicherung unserer heimischen Energie“. Ein leichtes Lächeln zog sich über ihr ganzes Gesicht. Angela wusste nicht ob es die Idee mit der heimischen Energie war oder die Kernenergie selber die Wärme in ihr verursachte. Sollte etwa schon wieder ein Teil einer AKW-Anlage – betrieben von Vattenfall – in Brand stecken?
Just in diesem Moment wurde sie zum Rednerpult aufgerufen. Eigentlich war Atomkraft nicht ihr Lieblingsspielzeug. Hatte sie selbst gesagt. Nunja, sie hatte auch selbst gesagt das wir „die Energieversorgung in Deutschland nicht auf eine Basis stellen [können], wo die Kilowattstunde Strom eine Mark oder 1,50 kostet“. Ihr war klar das jenes irgendwann soweit seien würde. Weniger weil der Strom an sich so teuer werden würde. Vielmehr weil in den Leitungen viel verbraten wird. Sie fragte sich inzwischen nur noch in welcher Leitung.

Später am Abend suchte sie eines ihrer Lieblingsopernhäuser auf. Doch eine Straße vor dem Opernhaus tönte es laut aus einem anderen Auto „What you deserve is what you get … Time has come now you´re grey and old“. Das war das erste Mal das Angela wünschte das sie als Frau aus der DDR doch nur Russisch gelernt hätte. Oder hatten die Genossen der SPD schon erfolgreich das neue Gehirnwäscherei-Programm ausprobiert?

Weiterführendes: Das Interview aus dem die Zitate von Angela Merkel stammen findet man bei Greenpeace (1996).

Zwei Tage ohne Schlaf

Wozu schlafen habe ich mir gedacht als ich einen Tag etwa um 5 Uhr fast alleine darstand. Die ersten Jogger waren auf dem Bürgersteig zu sehen und auch der Bäcker sollte bald aufmachen. Mit anderen Worten über zwei Tage oder auch ca. 52 Stunden ohne Schlaf sind sehr, sehr anstrengend. Da man ja nicht den Tagesrhytmus durcheinander bringen will, habe ich die letzten zwei Schlaf-Einheiten einfach ausgelassen. Jetzt bin ich müde, kaputt und habe etwas tiefere Augenringe. Mir ist ein klein wenig schwummerig und ich habe glaube ich noch nie in meinem Leben so pünktlich etwas zu Mittag gegessen…

Das sollte man in die Kategorie – Dinge die man nun wirklich nicht tun muss – ablegen. Wäre vielleicht auch mal eine Überlegung für den einen oder anderen Blog wert xD

Bei Humor verstehe ich überhaupt keinen Spaß! – unbekannter Autor

Dauerregen

Regen,
verlassen liegen
sie, die Gassen

Super! Es ist fast Mitte Juli und die regenfreien Tage kann ich an einer Hand abzählen. Okay, immerhin zwei Stück innerhalb der letzten 6 Wochen. Wenn mal das den Tourismus in Deutschland nicht ankurbelt, dann weiß ich auch nicht weiter.

Neulich im Restaurant

Ah, Frau Müller, ich habe sie lange nicht mehr gesehen. Was darf es denn heute sein? Möchten Sie den Wohlstandsstaat aldente oder doch lieber den kilojule-armen schlanken Staat? Als Dessert kann ich Ihnen, unabhängig von ihrer Wahl die Rente „Eigenverantwortung“ herzlichst empfehlen. Die zerschmilzt geradezu am Gaumen unserer gut verdienenden Stammkundschaft.
Leider haben wir nicht mehr Wein für alle unsere Gäste, deshalb musste wir Schorle daraus machen. Aber das stört sie doch sicher nicht, nicht wahr?