Rückblicke VIII

Es war einer dieser Tage. Einer dieser Tage wo nichts gut ging. Wo nichts zu klappen schien. Erst war es einfach nur die Lustlosigkeit ihrer Parteigenossen die Angela störte. Atomkraft?! Kann man das irgendwie positiv formulieren? War es nicht wieder einer dieser Tage wo man solch schreckliche Worte durch einfache, klare und positive Worte ersetzen sollte? “Sicherung unserer heimischen Energie”. Ein leichtes Lächeln zog sich über ihr ganzes Gesicht. Angela wusste nicht ob es die Idee mit der heimischen Energie war oder die Kernenergie selber die Wärme in ihr verursachte. Sollte etwa schon wieder ein Teil einer AKW-Anlage – betrieben von Vattenfall – in Brand stecken?
Just in diesem Moment wurde sie zum Rednerpult aufgerufen. Eigentlich war Atomkraft nicht ihr Lieblingsspielzeug. Hatte sie selbst gesagt. Nunja, sie hatte auch selbst gesagt das wir “die Energieversorgung in Deutschland nicht auf eine Basis stellen [können], wo die Kilowattstunde Strom eine Mark oder 1,50 kostet”. Ihr war klar das jenes irgendwann soweit seien würde. Weniger weil der Strom an sich so teuer werden würde. Vielmehr weil in den Leitungen viel verbraten wird. Sie fragte sich inzwischen nur noch in welcher Leitung.

Später am Abend suchte sie eines ihrer Lieblingsopernhäuser auf. Doch eine Straße vor dem Opernhaus tönte es laut aus einem anderen Auto “What you deserve is what you get … Time has come now you´re grey and old”. Das war das erste Mal das Angela wünschte das sie als Frau aus der DDR doch nur Russisch gelernt hätte. Oder hatten die Genossen der SPD schon erfolgreich das neue Gehirnwäscherei-Programm ausprobiert?

Weiterführendes: Das Interview aus dem die Zitate von Angela Merkel stammen findet man bei Greenpeace (1996).

 

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