Starbucks und was bedeutet Kaffeekultur?
Eigentlich mag ich Kaffee. Sogar richtig gerne. Weniger begeistert war ich vom letzten Besuch bei Starbucks. Ich mag zwar diese schönen Sessel in die man so tief einsackt und auch gegen die verschiedensten Coffee-Flavours habe ich nichts einzuwenden. Nun gut, die wenigsten Deutschen werden wirklich schon mit Flavours konfrontiert. Das nennt sich dann eher Sirup und ist in Supermärkten hierzulande wohl doch eher in einer abgelegenen Ecke zu finden. Dennoch Starbucks scheint auch hier recht erfolgreich zu sein. So war ich gestern in der Filiale in der Dortmunder Innenstadt. Normalerweise geht es in den kleineren Kaffee-Häuschen und Waffelstübchen recht ruhig zu. Manchmal meint man an solchen Orten, dass die Zeit stehen bleiben würde. Vielleicht ist das der Grund warum gerade Ältere andauernd dort anzutreffen sind?

Wie gesagt, ich mag diese Coffee-Flavours und noch viel mehr mag ich diese gemütlichen Sessel. Nur war von dieser erhofften erspannten Atmosphäre nicht viel übrig. An der Theke bei Starbucks hatte sich eine Schlange gebildet. Ja, bei Starbucks gilt auch bei Preisen von fast 5 Euro pro Pappbecher das Prinzip der Selbstbedienung. Doch nicht nur die Schlange war in hektischer Bewegung, auch die Bedienungen hinter den Tresen waren in hektischer Bewegung. Ich hörte schon von weitem. “Hallo, was darf’s sein – Karamell-Frappuccino, Grande mit einen Single-Shot Expresso sowie extra Almond Flavour….” wie die komplette Bestellung lautete kann ich nur vermuten, die Hintergrundgeräusche verschluckten den Rest des Gesprächs. Hier war kein Ort wo die Zeit stehen blieb. Im Gegenteil, die Zeit schien eher schneller als die Technobeats bei der Loveparade zu schlagen. Aus den Lautsprächern war übrigens leise Jazz-Musik wahrzunehmen. Vielleicht sollte man das Konzept doch nocheinmal überdenken oder einfach die Musik anpassen.