Telekommunikation ist wie Fastfood
…so lautet es in der Werbung. Recht hat die Werbung. Nur wirbt die Werbung für den falschen Anbieter, denn neulich habe ich mir wieder ein neues Handy gekauft. Bei Tchibo. Da kostet ein Handy verhältnismäßig wenig, nur die Bedienung ist nicht ganz so schnell wie es sich für Fastfood gehört. So muss man sich ersteinmal für ein Handy entscheiden. Bei Fastfoodbuden kann man sich hauptsächlich für süß und salzig entscheiden. Schmeckt dann eh’ gleich. Bei Tchibo kann man sich zwischen “geht bestimmt innerhalb der Garantiezeit kapput”, “geht knapp nach der Garantiezeit kaputt” und “bei dem Preis ist das Ticket zur Tchibofiliale wahrscheinlich in einem Jahr teurer als zu reklamieren” entscheiden. Die Wahl ist also ziemlich verzwickt. Ich habe mich für “geht knapp nach der Garantiezeit kaputt” entschieden. War bei meinem Letzten (ebenfalls ein Tchibo-Handy) ebenso. Der Akku machte nach knapp zwei Jahren schlapp. Nach einem zweiminütigen Telefongespräch und einem kurzen Herumsuchen im Telefonbuch durfte man neu aufladen. Das Handy das ich nun habe hat einen Akku von Alcatel. Oder jedenfalls ist auf dem Akku ein Logo von Alcatel zu sehen. Produziert ist der Akku vermutlich ohnehin in der gleichen Fabrik wie mein Vorheriger: Beide haben eine Spannung von 3,7 Volt und 650mAh. Ein Schelm wer böses dabei denkt. Ein neur Akku für mein altes Handy wäre zumindest genauso teuer gewesen wie ein neues Handy, wobei mir dabei nicht ganz klar war ob der Akku von den Abmessungen her wirklich in mein Handy gepasst hätte.
Doch bei dem Gedanken war das neue Handy schon bezahlt und ich war aus der Tchibofiliale gestapft.
Ein paar Meter weiter in der Fußgängerzone kam die komplette Ernüchterung und zwar in der Fastfood-Bude mit dem großen M. “Apfeltasche… dauert aber 10 Minuten!” meint die Frau hinter der Theke. So lange war ich in der Tchibofiliale gar nicht drin. Telekommunikation ist vielleicht so einfach wie Fastfood. Zumindest aber deutlich schneller.

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