Hui, da logge ich mich für das Bloggen ein (nicht bei diesem Blog) und muss erstaunt feststellen, dass im Admin-Panel diesmal nur ein Spam-Kommentar zu sehen ist „“ weiterlesen

Neue Sicherheitskonzepte

Gestern bin ich noch davon ausgegangen, dass Sicherheitskonzepte in Universitäten oder hochspezialisierten Unternehmen entwickelt werden. Seit heute weiss ich das besser. Vor einer Ampel muss ich warten und konnte zwei Jungen im Alter von etwa 11 Jahren, die gerade ihre Fahrräder an einem Zaun abschließen, hören. „Ich finde einen Schlüssel sicherer…“ „Hast recht. Aber irgendwie find ich einen Schlüssel auch wieder unsicherer. Ich hab meine Zahl im Kopf, die vergess‘ ich nicht.“ „Aber die kann man doch erraten!“ „Deinen Schlüssel kannst du ja auch verlieren!“. Eine Diskussion unter Experten also. Microsoft sucht übrigens derzeit für München einen „Chief Security Advisor“. Vielleicht sollten die beiden sich mal bewerben.

La dolce vita und bella Italia nun bei McDonalds

Zugegeben: Ganz angekommen ist das italienische Flair noch nicht. Zumindest ist es mir noch nicht aufgefallen. Aber wenn schon die NewYork-Times McDonalds als hübsch und ansprechend bezeichnet, muss was an Pressemitteilungen wie dieser hier doch dran sein:

McDonald’s wandelt sich und wird damit den Erwartungen seiner Gäste mehr als gerecht. So entspricht auch das Erscheinungsbild der Restaurants mit neuen Designs wie z. B. „America“ (…) und „Purely Simple“ den veränderten Ansprüchen. Hochwertige Materialien und innovative Formen schaffen in mehr als 450 Restaurants eine Atmosphäre zum Wohlfühlen.

Oder nicht? Hatte man mit McCafe (eine Kaffehausartige Ecke neben den Leuchreklametafeln) nicht einfach nur versucht Starbucks wenigstens ansatzweise das Geschäft streitig zu machen? Kann das überhaupt klappen? Leuchtende Schilder die für das XXL-Menü für „nur“ 5,99 werben und gleich daneben sollen „anspruchsvolle“ Gäste angelockt werden, die – zwei Meter weiter – bedient werden sollen? Ist das nicht etwas naiv?
McDonalds versucht zwar mit Obsttüten und anderen – etwas gesünderen „Artikeln“ – das Image etwas von dem einfachen „Fast Food“ wegzubewegen… Ich glaube aber eher das so etwas einfach nicht funktionieren kann. Da hilft auch eine stilvollere Einrichtung nicht, wenn der BigMac aus der Pappschachtel auf dem quietsche roten Plastiktablett liegt. Dazu dann abschließend noch ein Milchkaffee trinken, wo vor fünf Minuten noch Burgerreste lagen? Wohl eher nicht. Aber zumindest wird so das ausharren bei Regen in der Fußgängerzone für den einen oder anderen leichter.

Die wahre Islamisierung

Ich hab‘ Angst. Große Angst. Immer wenn ich an der Bushaltestelle stehe wird mein Gesicht weiss wie das Ökopapier. Es könnte ja irgendein Terrorist eine Koffer-Bombe in meinem Bus platziert haben. Dadurch kamen ja immerhin null Menschen im letzten Jahr in der BRD um. Okay, ich habe nicht wirklich Angst. Auch die in Köln geplante Moschee kann meinetwegen sofort gebaut werden. Das ist doch mal eine Abwechslung zu den ganzen Glasfassaden die man in den meisten Großstädten antrifft. Statt jetzt den Bauherrn dankbar um den Hals zu fallen, (nein, damit ist kein Mord mit einem Messer gemeint) wird verlangt die Höhe der Türme zu verringern.
Moschee
(Foto, Pixelio: Etwas anders sieht es in Köln immer noch aus) „Die wahre Islamisierung“ weiterlesen

Letzte Woche war ich im Buchkaufrausch, hier zwei Bücher, da ein Buch und hier noch ein ganz anderes Buch. Insgesamt erwarte ich drei Lieferungen. Normalerweise hat man die Lieferung ein bis zwei Tage später, bei Privatverkäufen immerhin noch innerhalb von fünf Tagen. Nun liegen alle Bestellungen schon fünf Tage zurück. Nach Rücksprache mit den Verkäufern hat sich folgendes ergeben: Sendung 1 ist verschickt, Sendung 2 wird verschickt werden und bei Sendung 3 müsste ich nochmal nachfragen. Hm, das alle Bücher noch nicht bei mir angekommen sind… Streiken die Buchsendungsabstempelmaschinen bei der deutschen Post? Oder arbeitet man gerade an deren Konstruktion? Haben sich alle Buchverkäufer im August zusammengetan um die Abnehmer zu vergraulen. Hat man eventuell dazu dann noch die Post ins Boot geholt? Scheinbar. Auf eines kann ich mich aber verlassen, die Werbung findet Tag für Tag ihren Weg in den Briefkasten. Das wird sogar kontrolliert. Vor einiger Zeit klingelte an ein älterer Herr an der Tür und fragte ob ich Werbung XYZ des Marktes „Woher-soll-ich-den-kennen“ vor „So-und-So-vielen“ Tagen bekommen hätte. Ich klärte den Mann darüber auf das ich mich nicht daran erinnern kann ob ich die Werbung erhalten habe und erst recht nicht ob das an „dem und dem“ Tag war. Aber in Zukunft werde ich darauf natürlich genau achten. Vielleicht fragt mich auch mal ein Angestellter der Post, „haben Sie die Postkarte ihrer Bekannten die letzten Sommer verschickt wurde erhalten?“. Da müsste ich wahrscheinlich nicht überlegen.

Nachtrag (14.08.2007): Endlich sind alle Büchersendungen angekommen, die letzte kam gerade heute. Nunja, schnell ist etwas anderes. Immerhin hat die private Versenderin ihre Sendung recht schnell zur Post gebracht. Allerdings hat der Versand über sechs Werktage gebraucht (am Stempel zu erkennen). *seufz*

Man kann neue Menschen kennenlernen und sich gleichzeitig ökonomisch (umweltbewusst) fortbewegen, so steht es auf der Seite des ARD-Ratgebers geschrieben. Der Satz lässt fast denken Ökonomie und Ökologie wären synonym. Wobei letzteres wohl wirklich soviel wie umweltbewusst bzw. verträglich heißen dürfte. Ersteres hingegen hat mit Ökoanarchisten und der ARD recht wenig zu tun: das wäre wirtschaftlich. Um nun den Schreiber des verlinkten Artikels – sofern er das jemals lesen sollte – endgültig zu verwirren, so möge man doch noch hinzufügen, das ökologische Maßnahmen durchaus auch ökonomisch sein können, aber dass man da dann doch meistens einen Taschenrechner braucht. Das kann schnell in Ökonometrie enden.

Gut angelegt

Ich bin mir sicher, das ich mein Geld gut angelegt habe. Ich habe in den Staat investiert. Der Kassenbon verrät es: „Dieser Betrag enthält € 0,45 Mwst.“ Ich bin mir sicher, das Geld ist gut angelegt und wird für den Fortschritt dieser glorreichen Nation verwendet werden. Für Bildung, Straßenausbau und Kulturgüter. Zugegeben, ein geringer Teil wird wohl in unsere effiziente Verwaltung gehen. Dafür werden aber dort die wichtigen Entscheidungen unsereres Landes getroffen. Wie z.B. „werden die Bänke im Park grün oder weiß gestrichen?“, ist „Ampel B mit zwei roten Männchen besser als Ampel C mit nur einem roten Männchen?“, „entspricht der Zebrastreifen neben dem Supermarkt überhaupt der Norm?“ oder „welcher Drucker wird für die HartzIV-Bescheide verwendet?“. Es ist eindeutig, das Geld ist gut angelegt und wenn ich das nächste mal wieder einen Kassenbon bekomme, wird mein Lächeln noch viel breiter. Vorrausgesetzt ich bin nicht am Postschalter gelandet. Briefmarken sind nämlich von der Mehrwertsteuer befreit.