Das Jahr nähert sich dem Ende, darum schaut der Blogger sich auf die Hände. Was war’s für‘ nen Jahr? War etwa alles einfach wunderbar? War das Jahr vielleicht ganz listig und täuscht durch eine geschönte Statistik?

Nunja – wie dem auch sei. Es gibt hier einige schöne Artikel, die anscheinend großen Anklang gefunden haben. Hier kurz und bündig die Liste der Top-Artikel:

  1. Archiv der Bildzeitung
  2. Klosprüche
  3. Die Hauptseite
  4. „Hardcore Pornos“
  5. Das Archiv vom Mai ’07
  6. Epic 2014 – deutsche Übersetzung
  7. Parolen
  8. Die Bild-Zeitung
  9. Dicke Eier
  10. Klabusterbeeren

Das lässt natürlich sehr, sehr tief blicken. Der durchschnittliche Besucher dieser Seite interessiert sich also für Pornos, Bildzeitung, Parolen, dicke Eier und Datenschutz. Sehr interessante Mischung. Das lässt auf einen hohen Bildungsstand und Niveau schließen. Nunja, da habe ich wenigstens gleich einen Vorsatz für 2008: Das Niveau heben.

Weblogs: Die Pest breitet sich aus

meinte Netzwelt noch 2005 in einem Artikel, dessen Überschrift eben so lautete. Inzwischen nahm man den Artikel still und leise von der Webseite. Vielleicht hatte jemand in der Redaktion die Erkenntnis, das ein nicht gerade kleiner Teil der Leser einen Blog führt und sich durch solche Artikel eher gekränkt fühlt, als animiert auf einen Werbebanner eines Blog-Anbieters zu klicken?
Vielleicht aber auch weil man versuchte witzig zu sein, ohne das jemand in der eigenen Redaktion erkennen konnte wo der Witz im Artikel liegen sollte? Ein schlechter April-Scherz der am Donnerstag den 04. August 2005 unbedingt veröffentlicht werden musste?
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Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat jetzt herausgefunden, dass immer mehr Erwachsene Kinder- und Jugendbücher für den Eigenbedarf kaufen. Kein Wunder, die wenigsten Berufstätigen haben Zeit, dicke Wälzer, die nur aus Nebensätzen bestehen und von Elke Heidenreich ständig empfohlen werden, durchzulesen schrieb Hans Zippert in seiner Kolumne „Zippert zappt“. Aber Hans Zippert hat auch ein Buch geschrieben mit dem er das Bedürfnis der Erwachsenen nach kinderleichten Büchern erfüllt: Weihnachtsmänner frisst man nicht. Die Kolumne war also nicht mehr als ein wenig Schleichwerbung, doch wer kann soetwas schon so eng sehen?
Weihnachtsmänner frisst man nicht - Hans Zippert
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Ganz unabhängig davon was der große Bruder des SchülerVZ so macht – das SchülerVZ bleibt interessant und langweilig zugleich. Es ermöglicht jedem einen Blick in das Private von manchem Vorstadtgangster, entblößt die Unfähigkeit der eigenen Mitglieder und schafft es dennoch irgendwie akzeptiert zu werden.

So geht Daniel auf die Hauptschule (10. Klasse), wurde zum Klassensprecher gewählt und wird bald 18. Seine Freunde besuchen zum Teil die gleiche Schule. Nebenbei verdient sich Daniel etwas Geld mit dem Verteilen von Werbeprospekten dazu. Soweit so gut – jetzt möchte man meinen, die Informationen sind ja sehr leicht verfügbar. Allerdings verrät der Steckbrief von Daniel noch nicht viel darüber, was Daniel wirklich denkt und wie er denn sozusagen „tickt“. Da ist seine Homepage auf die er in seinem Profil verweist schon viel genauer.

Auf seiner Homepage hat Daniel ein kleines öffentliches Tagebuch angelegt, in dem man erfährt wie stolz er darauf ist, Klassensprecher zu sein. Auch scheint er mit der Groß- und Kleinschreibung Probleme zu haben. Alle Pronomen werden auf seiner Seite – immerhin konsequent – großgeschrieben. Wirklich bemerkenswert hingegen ist, was er über sich selbst aussagt. Er hält sich selbst eher für schüchtern und sagt von sich selbst, dass er recht lange gebraucht hat um sich an seine neue Klasse zu gewöhnen. Dennoch (oder gerade deswegen?) spielt Daniel Fußball.
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Trinken

Wer Freiheit liebt und Einigkeit, der trinkt auch mal ne Kleinigkeit – Hella von Sinnen

Interview: Herr Weihnachtsmann

Zunächst möchte ich dem Herrn Weihnachtsmann für dieses nie stattgefundene Interview danken. Ohne ihn hätte dieses Interview mit einem anderen Namen erschienen müssen und das Christkind hätte einsprigen müssen… Dafür möchte ich ihm ganz herzlich danken.

Guten Tag, Herr Weihnachtsmann. Wir wollen Sie nicht lange aufhalten, deshalb kommen wir gleich zur Sache. Seit den 90er Jahren sind Sie Manager und beschränkt persönlich Haftender der HimmelsTor gGmbH. Wie haben Sie es eigentlich soweit geschafft?

Ich wünschte ihnen sagen zu können, durch jahrelange harte Arbeit. Leider ist dem nicht ganz so. Ich war eigentlich immer recht faul. Den Erfolg für mich haben andere erarbeitet, meistens meine vielen Franchise-Partner. So läuft das halt heute.
Das einzige das ich je geleistet habe, war das Erschaffen einer neuen, nach mir benannten Marke: Weihnachten. Die Namensähnlichkeit dürfte sofort klar werden…

Franchise-Partner? Könnten Sie das für die Leserinnen und Leser erläutern? Wieso gibt es überhaupt Franchise-Partner im Weihnachtsmann Geschäft?

Ach wissen Sie, die HimmelsTor gGmbH die ich leite ist einer der wichtigsten Global Player. Das kann man unmöglich alles als ein kleines Unternehmen schaffen. Früher war unser Vertriebsbereich regional recht beschränkt, doch seit man in Asien und Amerika auch dazu überging Weihnachten zu feiern mussten wir expandieren. Wir standen vor zwei Möglichkeiten: Selbst die Filialen auf eigene Rechnung eröffnen und ein hohes unternehmerisches Risiko eingehen oder einfach ein großes Franchise-System auf die Beine zu stellen. Wir haben uns für letzteres entschieden, denn wer kann garantieren das die Asiaten in ein paar Jahren noch Weihnachten noch feiern?

Also Business as usual. Aber wie funktioniert eigentlich genau ihr Geschäft mit den Franchise-Partnern?

Nun ja. Zunächst sollte man wissen, dass wir unseren Franchise-Nehmern unsere Marke zur fast kostenlosen Verfügung stellen. Dazu gehören Kostüme, Abbildungen vom Weihnachtsmann und Kulissen wie dem Himmelsreich. Der Franchise-Partner erhält also eine am Markt eingeführte, bekannte Marke und kann sofort mit dem Geschäft, dem Geschenke verteilen, loslegen. Für diese Aktivität bekommt der Franchise-Partner einen Teil unserer Lizenzeinnahmen.

Was denn für Lizenzeinnahmen?

In fast jeder Stadt gibt es einen Weihnachtsmarkt, oft werden dort Weihnachtsmänner dargestellt. Dafür werden Lizenzgebühren fällig, diese sind direkt an uns, der HimmelsTor gGmbH, und im Voraus zu zahlen. Das ist schon seit Jahren so üblich, leider scheinen viele Standbesitzer diese Standgebühren schlicht und einfach “zu vergessen”. Dabei gibt es rechtlich keinen Zweifel, denn der “Weihnachtsmann” ist eine eingetragene Marke der HimmesTor gGmbH.

Gibt es noch weitere Marken der HimmesTor gGmbH?

Ja – gut das mal jemand wieder danach fragt. “Christkind”, “Gott” und “Engel” sind weitere bekannte Marken der Himmelstor gGmbH. Jedoch sind diese bei weitem nicht so populär wie unsere Marke “Weihnachtsmann”, der auch in den einzelnen regionalen Fassungen wie “Santa Claus” Markenrechtlich geschützt ist. Den größten Teil unsereres Umsatzes macht der “Weihnachtsmann” aus.

Werden Sie in Zukunft weitere neue Marken erschaffen?

Nun, unser Umsatz ist in den letzten Jahren relativ konstant gewesen trotz der Expansion mit dem neuen Franchise-System. Daher denken wir darüber nach andere Marken aufzukaufen, anstatt eigene zu erschaffen. Die Markteinführung ist bei unseren bisherigen Marken immer recht problematisch gewesen. Auch zeitlich ändert sich immer einiges. Im Moment hat unsere Marke “Gott” mit ernsthaften Akzeptanz Problemen zu kämpfen.
Wir denken – mit unseren Franchise-Partnern, auch als “Kirchen” bekannt – darüber nach das Image ein wenig zu verändern um wieder etwas näher an den Zeitgeist zu gelangen. Genaueres kann ich hier in einem Interview nicht bekannt geben, soetwas wäre ein Geschenk für die Konkurrenz.

Wir danken Ihnen für dieses nie stattgefundene Interview, Herr Weihnachtsmann.

Jetzt ist ein gutes Rad teuer – Marc Paluch
Das Rappelzimmer war wartevoll – Kerstin Steinkamp
Das sind ja gastronomische Preise – Thomas Fischer-Jung
Der Teufel steckt im Abteil – Gisbert Amm
Zu wahr, um schön zu sein – Michael Behrens
Große Schatten werfen ihre Ereignisse voraus – Jana Kuchinke-Hofer

Gefunden beim Kiwi-Extrablatt, da gibt’s auch mehr.

  • sich im Google Index mehr als 500 Einträge von mir finden lassen (ohne Community-Sachen)
  • ich etwa 5.000 Beiträge in Communitys geschrieben habe
  • ich nicht nur Google benutze
  • ich mir am Kiosk nie die Chip kaufe, die ist immer veraltet und das was drin‘ steht weiß man doch
  • meine Bookmarks ausgedruckt nicht mehr auf eine DINA4 Seite passen würden
  • ich keine Angst vor Fremdwörtern mehr habe – die Erklärung ist nur zwei Klicks entfernt

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Vorstadtganster und Kleinkinder

…sind richtig anmutend. Doch vorweg was geschah: Eigentlich ist der Bus mit dem ich gelegentlich fahre recht leer, doch gibt es auch Ausnahmen. So auch Gestern. Da war der Bus sehr voll, sodass ich mich recht weit nach hinten setzen musste – eigentlich genau die Plätze auf die ich mich aus Angst mich auf ein Kaugummi zu setzen normalerweise nicht setzen würde. Nun war der Bus aber voll und in meiner faulen Art ging ich lieber zum Ende des Buses und erspähte noch ein paar freie Plätze und setzte mich schließlich – knapp neben Eins‘ der befürchteten Kaugummis. „Vorstadtganster und Kleinkinder“ weiterlesen