Angela Merkel
Zunächst möchte ich Angela Merkel für dieses nie stattgefundene Interview danken. Ohne sie hätte dieses Interview mit einem anderen Namen erschienen müssen und auch ein paar Fakten aus ihrem Leben würden fehlen… Dafür möchte ich ihr ganz herzlich danken.
Frau Merkel Sie waren in ihren früheren Jahren als junge Politikerin recht überraschend 1994 Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit geworden. Nun war in letzter Zeit immer wieder gerade Reaktorsicherheit ein Thema. Fühlen sie sich in ihrer Rolle als Bundeskanzlerin nicht wieder zurückversetzt zu ihrer alten Position?
Eindeutig ja. Nun bin ich schon Bundeskanzlerin und ich mache den gleichen Job wie immer. Nett *sie räuspert sich* – soweit es für meine Verhältnisse möglich ist – in die Kamera schauen. Da vergeht schon mal schnell das ganze Interview ohne irgendetwas…
… sinvolles gesagt zu haben. Kommen daher Phrasen wie “Nicht jede heilige Kuh kann mit einem Prinzip gerechtfertigt werden”? Solche sehr sinnvollen Sätze, über die man sich stundenlang den Kopf zerbrechen kann, scheinen Sie in regelmäßigen Abständen von sich zu geben. Sprechen Sie da nicht für eine Minderheit? Die meisten Menschen im Lande sind doch nicht in der Lage solche Sätze zu formulieren!
Da haben sie nicht ganz unrecht. Der Staat muss unsere Kinder fördern, damit auch diese solche holen Phrasen vor der Kamera aufsagen können. Die Bildung im eigenen Land wurde von der Rot-Grünen Vorgängerregierung absolut vernachlässigt, hier muss schnellstens nachgebessert werden. Es muss unbedingt etwas getan werden, damit uns in unserer Wissensgesellschaft kein Talent mehr verloren geht.
In dem man staatliche Leistungen für ärmere kürzt und Eliten an Elite-Universitäten schickt? Kritiker meinen sie würden durch ihre Politik eine Zweiklassengesellschaft fördern.
Kritiker meinen vieles. Ich fördere keine Gesellschaft, ich behandel weitgehend alle gleich schlecht. Das wird in den Medien meist falsch dargestellt. Teilweise glauben die Medien auch wir wären der SPD sehr ähnlich durch unsere neuen Akzente.
Neue Akzente? Ist das nicht ein Stilbruch der CDU/CSU sich jetzt mit SPD-nahen Themen zu beschäftigen?
In der Tat, das ist es. Aber die SPD macht es ja nicht mehr. Also…
kann man sich schon denken was ihr Lager plant. Wir danken ihnen für dieses nie stattgefundene Interview, Frau Merkel.

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