Der Krieg des Charlie Wilson

Der Krieg des Charlie Wilson ist ein Film, den man wahrscheinlich nicht auf der Titelseite eines Filmmagazins finden wird. Zu kritisch, zu tiefgründig und vorallem zu politisch ist das Thema des Films. Es geht um den Einmarsch der Russen in Afghanistan und dann gibt’s doch noch ein paar Lacher.

Aber da es sich ja um eine Hollywood-Produktion handelt – fängt der Film nicht irgendwo zwischen Bomben und Krankenhäusern in Afghanistan an, sondern selbstverständlich in den USA. Dort hat Charlie Wilson, ein einfacher Abgeordneter im Kongress, ein Büro das ausschließlich mit ein paar schönen Frauen besetzt ist. Man kann Lernen wie man tippt, aber nicht wie einem Titten wachsen, so antwortete Charlie Wilsons Sekretärin warum Sie denn ihren Job hätte. Ein paar mainstreamtaugliche Lacher sind also dabei…

Die politische Handlung ist schnell beschrieben: Russland ist böse und maschiert in Afghanistan ein. Afghanistan ist zwar nicht wirklich gut, aber gegen die bösen Russen? Da sind wir dabei und helfen den Afghanen. Zumindest hat das Charlie Wilson vor und stockt die Mittel für eine verdeckte Operation solange auf bis die Russen wieder aus Afghanistan ziehen.

Insgesamt ist der Film zwischen einfachem Klamauk und ersten politischen Themen hin- und hergerissen. Dabei ist sogar der politische Anteil des Films Der Krieg des Charlie Wilson recht gut mit einer Prise Humor versetzt und trotzdem immer recht taktvoll. Gelacht wird eben nur bei Themen in der guten, alten Heimat USA. Geholfen wird in Afghanistan, so einfach ist das. Durchaus sehenswert, basiert zumindest zu großen Teilen auf einer wahren Begebenheit und ein wenig schmunzeln darf man auch. Was will man also mehr – außer dem Eismann im Kino?

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