Outsourcing

Hast du auch solche Probleme mit dem Outsourcing? Nein? Dann bist du kein Unternehmer. Gut – ich nämlich auch nicht. Konzentriere dich auf deinen Kernbereich und lasse den Rest von Fremdunternehmen machen, soetwas kann man in vielen Wirtschaftsbüchern nachlesen – oder man liest sie erst gar nicht.
Wahrscheinlich ist das sogar die bessere Möglichkeit. Denn nicht alles was mit Hilfe von Diagrammen und Tabellen belegt werden kann, macht auch wirklich Sinn. So mag zwar Outsourcing Anschaffungskosten abschaffen aber wer soviel Outsourcing betreibt, das er kein Kerngeschäft mehr hat – der hat definitiv nichts falsch gemacht. Das ist modern Management. Das Kerngeschäft wird halt bei der nächsten Hauptversammlung leicht modifiziert und wenn das nicht klappen sollte, kauft man sich halt das Kerngeschäft wieder zurück. Das passt schon.

Telefonanruf

Wochenende heißt wohl Hauptarbeitszeit in Callcentern und Marktforschungsinstituten.

So klingelte es am Samstag Nachmittag und ich nuschelte unbedacht meinen Namen ins Telefon und werde mit den freundlichen Worten Guten Tag Herr XYZ, ich bin vom Marktforschungsinstitut Ignas (sofern ich das richtig verstand) und würde gerne ihre Meinung zu einigen aktuellen Themen erfragen. Hätten Sie ein paar Minuten Zeit? Mit dieser Frage hatte ich fast gerechnet und es sprudelten aus mir geradezu unzählige Worte. Ich war nicht zu stoppen: Nein, ich habe kein Interesse. Die Umfrage ist völlig anonym und mit etwas Glück können Sie alleine durch ihre Teilnahme etwas gewinnen. Damit hatte ich ebenfalls gerechnet und nuschelte – betont gelangweilt und extra lang gezogen – mein nein, kein Interesse in den Telefonhörer, was die Frau am anderen Ende der Leitung zum innerlichen brodeln zu bringen schien.
Gewöhnt man sich wohl mit der Zeit an Leute die sofort auflegen und einen eher anschreien, fragte ich mich selbst in dem Moment, doch da verabschiedete sich die Frau schon und rief vermutlich die nächste Nummer an – dabei hätte ich das doch noch gerne in Erfahrung gebracht.
Drei Minuten telefoniert ohne eine Eingabe gemacht zu haben – ich werde der Frau wohl die Beförderung und den Auszahlungsbonus vermasselt haben. Muss ich jetzt ein schlechtes Gewissen haben?
Mich plagt seit dem Anruf mein Gewissen. Muss man jetzt statt Spenden für Weißrussland eher Gehaltszuschüssse für Callcenter-Mitarbeiter sammeln? Darf man selbst überhaupt noch Callcenter unterstützen? Ich meine ich würde ja auch meine Seele verkaufen – nur muss halt der Preis stimmen. Irgendwie haut das bei Callcentern jedoch nicht so ganz hin.

Wie hoch wird das ALGII in 50 Jahren sein?

Ich gebe mal einen Tipp ab:

€ 1192,67

Das ist sogar der heutige Betrag, nur habe ich eine fiktive Inflation (von etwa 2,5%) über 50 Jahre eingerechnet. Wenn man also in 50 Jahren deutlich weniger als 5728,51€/Monat verdient gehört man zu den Geringverdienern. Vorausgesetzt natürlich, die Wirtschaft bleibt einigermaßen stabil und man vertraut in die heutige Definition von Geringeinkommen…

Song: Wer hat uns verraten? – Sozialdemokraten von Marc-Uwe Kling

Marc-Uwe kling kannte ich bisher nur dank seines Ausrufs, „Wenn alle Stricke reißen, kann man sich nichtmals mehr aufhängen“. Gestern konnte ich ein kreativen Song hören, in einer Wiederholung von „Voler Pispers und Gäste“ namens „Wer hat uns Verraten?“. Sehr, sehr kreativ:

Und das ganze schöne Geld, wer hat’s an die Reichen verbraten?
Und wer hat meine persönlichen Daten, ans BKA verraten?
Und wer hat keinen fähigen Kanzlerkandidaten
Wer hat uns verraten? Wer hat so viel Geld?

Da Marc-Uwe Kling auf seiner Homepage so nett auf Youtube und Ähnliche mit dem Hinweis auf illigale Videos verweist, denke ich geht das in Ordnung:

Link: Wer hat uns verraten? – Marc-Uwe Kling (Direktlink)

Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Seite von Marc-Uwe Kling.

Immer wieder wenn ein Spammer zugeschlagen hat

läuft irgendetwas schief. Heute wurde mir beispielsweise der Zugriff auf eine Seite mehr oder weniger unwissend verweigert:

SELECT * FROM TABLE DOMAINSERVICES ……

Ich wollte schon immer wissen wie die Datenbanken meines Lieblingsspammers heißen. Dankeschön!

Sehr geehrte Damen und Herren beim Finanzamt,

wie sie bestimmt wissen – steht die Pendlerpauschale auf der Kippe. Werbungskosten von Arbeitnehmern müssen von der Steuer abzugsfähig sein, so die „Steuer-Experten“. Nun munkeln manche mit vorgehaltener Hand, na klar meinen die das, schließlich setzen sonst diese „Experten“ eine ihrer Einnahmequellen in den Sand. Nun denn – lassen wir das dahingestellt.

Wenn nun aber Benzin mit Werbungskosten gleichzusetzen ist, was kann man dann nicht als Werbungskosten deklarieren? Was ist zum Beispiel mit Zahnpasta?
Die Zahnpasta aus dem Supermarkt werde ich in Zukunft versuchen als Werbungskosten abzusetzen. Vielleicht gelingt es mir ja. Schließlich hat mein Arbeitgeber ein Interesse daran, dass ich ansehnlich zur Arbeit komme. Also her mit der Zahnpasta-, Haargel-, GEZ-, Bücher- und alles-mögliche Pauschale. Sind doch alles Werbungskosten. Oder etwa nicht?

Ikea der Tempel des Konsums

Gibt es etwas schöneres als bei Ikea um kurz vor 22 Uhr einkaufen zu gehen? Nein.

Religion ist eine schöne Sache. Man weiß immer, dass eine höhere Instanz über einem wacht. So geht es auch den Ikea-Mitarbeitern. Auf die höhere Instanz ist immer verlass.

Doch Ikea ist etwas anders als herkömmliche Religionen. Streng Gläubige sind sehr leidensfähig, was Neulinge in dieser Religion oft nur verwundert hinnehmen können: Nachsprechen unglaublicher Namen (MYLONIT, TOVIK & LÄMPLIG), Opfergabe (langes anstehen an einer der 15 Kassen, wovon nur drei geöffnet sind), eigenständiges Aufbauen der Opferstätten und absolute Treue (Ikea Family) werden unablässig den Ikea-Jünglingen abverlangt.

Anscheinend hat Ikea den Kampf um die Köpfe gewonnen. Herzlichen Glückwunsch.

Super toll: Benzin für ca. 1,50/Liter

Der ADAC rät aktuell zum Fahrradfahren und Autofahrer schimpfen über den Staat, der ja so viel durch die Steuern einnimmt. Doch der Autor von diesem Blog durfte vor etwas mehr drei Jahren als Praktikant einer Lokalredaktion über „die psychologisch wichtige Marke von 1€ pro Liter“ schreiben. Mir war da schon klar: Die Preise steigen weiter. Taten sie auch, in der Beziehung sind Preise allgemein recht brav. Hatte man damals noch davon gesprochen, das Preise jenseits der 2€-Marke die Wirtschaft komplett zum erliegen bringen würden – so stelle ich die These auf: die Wirtschaft wird sich über Preise von 2€ freuen.

Ich meine wir hatten genug Zeit Pläne aufzustellen, wie man den Spritverbrauch drosseln kann. Jetzt sollte man sie auch mal umsetzen.
Doch selbst die neue „Antriebsquelle“, egal wie sie aussieht, wird zum Buhmann werden. Die Steuern die man für Benzin/Diesel etc. machen einen nicht unerheblichen Teil der Staatseinnahmen aus. Ob man nun 1€ pro Liter an Steuern bezahlt oder ob die Mehrwertsteuer auf 45% erhöht wird, dürfte unerheblich sein. Zahlen muss man so oder so. Beim Auto ist es sogar relativ leicht die Kosten zu drosseln.

Immerhin vermute ich mal eins: Der durchschnittliche Viel-Autofahrer wird nach seiner Steuererklärung nicht gerade wenig wiedererstatten bekommen, wodurch sich eigentlich der durchschnittliche Literpreis verringert. Außerdem profitieren Einige sogar sehr von staatlichen Leistungen die rein aus Steuermitteln finanziert werden. Das Gejammer über zu hohe Benzinpreise mag ich jedenfalls nicht mehr hören.

Den Aktionären verpflichtet

Der Vorstandsbereich Finanzen und Controlling sichert die nachhaltige Profitabilität und langfristige Existenzsicherung von T -Home durch ergebnisorientierte Planung und Steuerung der betriebswirtschaftlichen Ziele – so beschreibt T-Home in einer Stellenausschreibung ihren Bereich Controlling. Wenn meint alleine durch Controlling die „Existenz“ sichern zu können, dann bleibt das eigentliche Produkt natürlich außen vor. Kunden wird man kaum durch die Faszination von verbesserten Gewinnchargen gewinnen können. Doch darauf zielt man bei manch‘ einem Großkonzern ab. Ob durch so ein Denken nicht erst recht die langfristige Existenzsicherung von T-Home gefährdet ist?