Sicko – Michael Moores neuer Dokofilm – How do you do?
Schön in Europa zu leben. Michael Moore bringt mit seinem Film SICKO auch Europäern das amerikanische Gesundheitssystem nahe. Krankenversicherte die keine Leistungen erhalten, Krankenhäuser die Patienten in Obdachlosenheime schicken und Ärzte die zu Mördern werden. Scheinbarer Alltag in den USA. Der Titel des Films – Sicko – ist ein Kunstwort, in Anlehnung an das englische Wort “sick” was im Deutschen mit “krank” recht gut umschrieben ist.
Im Film dreht sich alles um Kranke – aber um eigentlich krankenversicherte Kranke. Also kein Problem – doch nicht in den Fällen die Michael Moore zeigt. Angestellte die aufgrund ihrer Krankheit ihren Job verlieren und infolgedessen auch ihr Haus, sind demnach kein Einzelfall und selbst diese Schicksalsschläge wirken im angesichts des Todes noch recht heiter. Nach diesen negativen Beispielen wird eine Idylle gezeigt: Europa. Ein paar Beispiele zeigen wie es in Europa (Frankreich, Großbritannien und Norwegen) zugeht. Selbst in Kuba sei die medizinische Versorgung besser als in den USA. Schuld seien die Versicherungsgesellschaften in den USA, die ihre Gewinne zu Lasten der Versicherten maximieren.
Unterhaltsam ist der Film. Nachdenklich macht der Film auch und ist eigentlich sehenswert. Wäre da nicht ein Problem mit der von mir gekauften Fassung: Eine Synchronisation erfolgte nur Stellenweise. Das heißt bei dieser Doku konkret: Menschen die spanisch oder französisch reden, werden mit englischen Untertitel in gelb und dazu dann noch deutsche Untertitel in weiß versehen. Während sich die deutschen Untertitel noch abschalten lassen, so ist dies mit den englischen nicht möglich. Da wäre mir eine Synchronisation lieber gewesen – so wird das etwas unübersichtlich. Bei Preisen für die Doppel-DVD von z.Zt. etwa 16-20€ sollte das auch drin sein. Bis der Preis auf ein normales Niveau absinkt kann ich nur von einem Kauf abraten. Oder man bestellt sich gleich die DVD in den USA. Da mag das Gesundheitssystem zwar für Depressionen sorgen, die dortigen DVD-Preise sorgen allerdings eher für ein Lächeln auf den Gesichtern der Europäer.

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