Doppelmoralisten
Kennst du deine Bekannten?! Wie dem auch sei, es sind vermutlich auch Doppelmoralisten. Zum einen nörgeln die dann immer rum, wie teuer doch alles geworden ist und wie wenig man doch verdienen würde… wie viel der Staat an Geld einsammelt und der Staat solle doch bitte für gleich bleibende Benzin-, Gas und Strompreise sorgen.
Das sind die gleichen Leute, die in den letzten Tagen krakeelen, “die armen Bauern wie wenig die doch verdienen. Da bezahle ich doch gerne ein paar Cent für die Milch mehr, das haben die sich doch verdient. Hoffentlich kommen die Cents auch bei den Bauern an. Ach, übrigens ich hätte auch gerne einen Kontostand mit einem dicken Plus”.
Die Leute gönnen den Bauern ein paar Cents mehr, wollen aber auch gleichzeitig ein paar Cents mehr. Das ist eine schöne Milchmädchenrechnung, wie sie im Buche steht. Das was man dann mehr bekommt, geht dann für die Inflation in den anderen Bereichen drauf. Das wars dann mit dem “mehr” an Geld. Außerdem werden die Dauernörgler und Glückskeksphilosophen vielleicht auch mal merken das sie für die Bauern schon jeden Tag fixe Abgaben leisten, ohne nur einen Tropfen Milch zu trinken: Subventionen, finanziert von Steuergeldern machen’s möglich. Wenn man die dann wieder abschaffen würde und die Steuern senkt – wird wieder gemeckert wie teuer die Milch denn wäre. 1,80€ pro Liter – unglaublich – “da muss doch der Staat eingreifen”, so wird es in Bild, BamS und Glotze gefordert werden.
Sorry – aber Champagner für alle können wir uns nicht leisten. Obwohl? Wenn wir die Landwirtschaft komplett aufgeben – vielleicht. Aber dann werden’s die Chinesen machen – und wenn das dann eintreffen wird, werden Arbeitsbedingungen (oder alternativ die Globalisierung und ihre Opfer) in China an den Pranger gestellt. Man hätte es wissen können. Aber es interessiert ja niemanden und selbst wenn – was verändern kann man nichts. Seidenn man stellt sich eine Kuh in den heimischen Garten und fängt mit der Milchproduktion selbst an. Vorsicht: Zumindest bei kleineren Produktionen wird sich das nie rentieren, wenn man es mit den Supermarktpreisen und der Qualität der Milch vergleicht zumal man sowieso staatlich garantiert die Bauern subventioniert. So und wer nun nächstes mal an der Supermarktkasse steht – schön mehr Tüten als nötig kaufen – dann profitiert man u.U. selbst auch von den Subventionen…

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