Surfino: Die eigene Homepage zusammenklicken
Surfino bietet einen Homepagekasten an, mit dem sich innerhalb von wenigen Minuten ganze Webseiten zaubern lassen. Dabei findet die gesamte Erstellung der Seite im Browser des Benutzers statt. Das funktioniert wirklich unproblematisch und schnell, wie ein Test zeigte:
Nach einer Anmeldung bei Surfino leitet ein Assistent durch die Einrichtung der Homepage. Zunächst wird ein Template ausgewählt, wobei Templates verschiedener Kategorien zur Verfügung stehen. Diese reichen von betont schlicht bis zu spezielleren Motiven. Anschließend können schon Unterseiten erstellt werden. Zum Ende wird der Homepage einen Namen gegeben, der sowohl in der später sowohl in der Titelleiste des Browsers erscheint, als auch im oberen Bereich der Homepage (“Header”).
Der Rest der zahlreichen Funktionen lässt sich vom Benutzer nach individuellen Vorlieben nutzen, so kann er bei der “Exklusiv Homepage” auf folgende Module zugreifen:
- Veranstaltungen
- Kommentare
- Fotogalerie
- Dateilisten
- Hintergrundmusik
- Gästebuch
- Kontaktformular
- Tags
- Seitensuche
- Laufschrift
- Besucherzähler
- Forum
- Shop
- Passwortschutz
Während meiner Meinung nach auf keiner Homepage Hintergrundmusik verwendet werden sollte und auch Laufschriften eher stören als einen effektiven Nutzen haben, so können die anderen Module recht praktisch sein. Der Passwortschutz schützt so etwa gewählte Bereiche vor öffentlichen Zugriff.
Jedoch wäre bei dem Passwortschutz eine sogenannte Nutzertrennung wünschenswert – so kann man pauschal nur ein Passwort vergeben, was da zu führt das nur ein passwortgeschützter Bereich angelegt werden kann. Bei Vereinen mit von einander weitestgehend unabhängigen Tätigkeiten ist das ärgerlich, für private Homepages aber kaum ein Ärgernis. Jedoch kann man auch manuell für einen – mehr oder weniger guten – Passwortschutz sorgen, da Dateien hochgeladen werden können und die einzelnen Seiten auch – außer im WYSIWG-Modus noch in der HTML-Ansicht – editiert werden können.
Sehr gut gelungen ist das Modul “Fotogalerie“. Hiermit können beliebig viele Bilder in die Homepage integriert werden. Sehr erfreulich war, das die Bilder automatisch auf eine fixe Breite von 500 Pixeln skaliert wurden, womit die Länge aber immer flexibel blieb und das Seitenverhältnis erhalten blieb. Somit entfiel für mich das Bearbeiten am lokalen PC. Eine sehr angenehme Sache und eine beträchtliche Zeitersparnis, da ich persönlich die Bilder ohnehin auf eine Breite von etwa 500 Pixeln skaliert hätte.
Die Bildergalerie lässt sich auf einer beliebigen (Text-)Seite einbinden und erscheint standardmäßig unter dem eingegebenen Text auf selbiger Seite. Das hat den Vorteil das man zum Beispiel vor den Bildern noch eine kurze Beschreibung der Bilder einfügen kann. Genug Platz für Informationen in welchem Zeitraum und wo die Bilder erstellt wurden…
Die Fotos werden automatisch als Vorschau-Bilder dargestellt, ein Klick öffnet die größere Fassung. Dabei kann man in den Einstellungen wählen ob das Foto in einem größeren Fenster dargestellt werden soll, oder in einer “Lightbox”, die ein wenig an die ganzen Web2.0-Dienste erinnert. Meiner Ansicht ist dies nach nahezu optimal gelöst. Schön wäre es wenn man noch Slideshows integrieren würde, ähnlich wie man es von Fotocommunites wie Flickr her schon kennt.
Das Modul “Forum” ist sehr simpel gehalten. So kann man beliebig viele Kategorien (mit samt Beschreibung) anlegen. Das waren dann auch schon alle wesentlichen Einstellungsmöglichkeiten. Benutzer benötigen keine Registrierung, was die Anzahl der Beiträge sicherlich erhöhen wird. Als Spamschutz muss allerdings jeder Benutzer bei jedem Beitrag ein Captcha abtippen. Die Captchas sind jedoch in der Regel verhältnismäßig gut lesbar, sodass die Lösung gerade für kleinere Foren als besonders günstig erscheint.
Nach dem die Seite allerdings mit einigen Inhalten gefüllt wurde, fallen ein paar Einschränkungen auf. So wollte ich beispielsweise meiner Seite eine Navigationsleiste auf der Rechten Seite spendieren und die Überschrift (im Header) in ein dezentes Grau tauchen. Dafür erwiesen sich die Templates für zu unflexibel, eine Änderung wäre nicht ohne starkes manuelles Eingreifen möglich gewesen. Hier sollte Abhilfe geschaffen werden, eine Farbwahl die Navigationselemente, Fließtext als auch Überschriften einschließt sollte unbedingt noch zusätzlich angeboten werden.
Doch “hinter den Kulissen” sehen die Seiten gut aus. Der HTML-Code ist einigermaßen sauber, wenn auch nicht ganz fehlerfrei und auf Tabellen basierend. Die Seiten sind schlank, laden daher rasch und werden automatisch sinnvoll benannt. So erfolgt die Titelvergabe der Seite immer dem Schema “Benutzereingabe Titel” + “Benutzereingabe Homepage-Titel”. Das macht gerade Leuten die viele Tabs im Browser offen haben, das Leben leichter. Ebenso, dass der Titel auch in der URL auftaucht ist sicherlich für ein gutes Ranking in den Suchmaschinen eine Voraussetzung. Dies ist leider nicht immer, wie hier bei Surfino der Fall.
Insgesamt gefällt an Surfino die leichte Handhabung. Es lassen sich wirklich – wie versprochen – Seiten ohne Vorkenntnisse erstellen, das geht leider etwas auf Kosten der Flexibilität. So ließen sich die einzelnen Tamplates/Designs farblich nicht grundlegend verändern. Überzeugen konnten außerdem die Bildergalerie mit der Lightbox und das Forum aufgrund der extrem einfachen Handhabung. Zielgruppe sind ganz klar kleinere, lokale Betriebe und Vereine. Diesen wird die Erstellung der eigenen Seite so einfach wie möglich gemacht…