Sommerhits

Der Autor dieses Blogs kennt ebenfalls Lou Begas großen Hit „Mambo No.5“. Unzählige Male wurde dieser Song gespielt. Vermutlich ist das der Grund warum ich diesen Song nicht mehr hören kann. Ich selbst finde, dass man bei Dauerregen nicht über Sommerhits bloggen darf und sage „und Tschüss„.

Der Mensch ist die ärgerliche Tatsache der Gesellschaft

Die SPD hat Probleme, aber keine Sorge – die sind bald alle gelöst.

  • Mitglieder. 1976 hatte die SPD noch über eine Millionen Mitglieder. Heute ist es etwa die Hälfte. Wenn das in einem ähnlichen Tempo weitergeht gibt es die SPD in wenigen Jahrzehnten nicht mehr.
  • Große Koalition: SPD will dies, CDU will das. Herauskommt etwas, das weder die CDU noch die SPD will
  • Klischee-Denken: Die SPD macht immer noch für ihre alten Klischee-Gruppen Politik. Mal ehrlich: Wie viele Menschen arbeiten im Bergbau – und wie viele sind als Selbstständige, freie Mitarbeiter oder im befristeten Arbeitsverhältnis unterwegs?
  • Bekannte Gesichter und einprägsame Sprüche fehlen: „Lehrer sind faule Säcke“ von Schröder ist einfacher zu merken als „die Menschen dürfen nicht zum Spielball ökonomischer Interessen werden. Sie müssen auch an den erarbeiteten Werten beteiligt werden“ von Beck.
  • „Sozial. Gerecht. SPD.“ – mit so einem Werbespruch spricht man kaum neue Wähler an.
  • Die Linkspartei zu der alle überlaufen, die so unfähig ist… Irgendwann kommen bei solchen Aussagen auch dem treusten SPD-Wähler einige Zweifel.
  • HartzIV – zuerst die Reform, dann das halbherzige Zurückrudern.

HartzIV - Scrabble
Foto: Pixelio.de, Klaus-Uwe Gerhardt (ger.hardt)

Aber – liebe SPD, das ist doch kein Grund zur Sorge. Das bekommt ihr schon alles wieder in den Griff – und wenn nicht ist das auch nicht schlimm. Dann wählt euch halt niemand mehr, es laufen noch mehr Mitglieder weg und ihr seht den Bundestag nur noch von außen. Vielleicht gibt es euch dann auch gar nicht mehr. So läuft es halt in der „sozialen Marktwirtschaft„, was nicht gefragt ist wird irgendwann aus dem Angebot gestrichen. Ihr selbst fandet die soziale Marktwirtschaft, ja auch bei der Einführung nicht ganz so toll und wolltet zuerst eine Art Planwirtschaft. Seid dann aber irgendwie auf den Zug aufgesprungen. Aber jetzt bitte keinen Rückzieher machen – das habt ihr so bestellt. Ist halt nur eine Zeit lang her. Jetzt habt ihr den Salat (Grüne) – sogar mit Balsamico-Essig (CDU/CSU).

Qualitätsjournalismus

…gibt’s heute bei Heise:

Deshalb musste sich manch ein spontan zum Kauf angetretener Fan frustriert wieder trollen.

Wenn das nicht eine etwas holperige Formulierung für „potenzielle Käufer mussten ohne Ware nach Hause gehen“ ist…

How to rob a bank

Eine Bank ausrauben ist nicht leicht. Vorallem wenn man nicht weiss das man überhaupt eine Bankausrauben will. Wie das funktioniert erklärt der Film „How to rob a bank“ (DVD): Jinx hat Hunger und wollte eigentlich nur 20 Dollar vom Geldautomaten abheben. Doch auf seinem Konto sind nur 20 Dollar und einige Cents. Die Gebühr für’s Abheben beträgt jedoch 1,50$ (amerikanischer Film) und so verweigert der Automat die Ausgabe der 20 Dollar. Also geht Jinx in die Bank – will sich beschweren und gerät ungewollt in einen Banküberfall. Keine Angst: Die eigentlichen Räuber gehen leer aus. So erklärt der Film dann mit Hilfe von zehn Tipps wie man eine Bank ausraubt – obwohl man sie gar nicht ausrauben wollte. Sehenswert.

Was will die Menschheit?

So oder ähnlich könnte man den Web-Dienst „43 Things“ (engl.) beschreiben. Dort kann jeder Nutzer eine Liste der Dinge anlegen die er gerne machen möchte. Überraschenderweise überschneiden sich die meisten Wünsche – teilweise haben die Nutzer auch nur Wünsche anderer User übernommen. Das erspart natürlich die mühselige Suche nach dem eigenen Ich und dem Sinn des Lebens.

Hier in aller kürze die Top-10 Liste (übersetzt):

  1. Abnehmen
  2. Mit dem Zögern aufhören
  3. Ein Buch schreiben
  4. Sich verlieben
  5. Glücklich sein
  6. Sich ein Tattoo machen lassen
  7. Ohne Ziel verreisen
  8. Mehr Wasser trinken
  9. Um die Welt reisen
  10. Heiraten

Übrigens: Das Top-Ziel „abnehmen“ haben immerhin über 30.000 Menschen in ihrer Favoriten-Liste. Das lässt sich sicherlich wunderbar kommerziell nutzen – und der Rest bestimmt auch. Schade aber auch, dass der Dienst nur auf englisch verfügbar ist.

Keine Abholung im Paketshop

Es gibt an fast jeder Ecke einen Paketshop, auch wenn man es nicht meinen möchte. Man kann sogar an winzig kleinen Kiosken inzwischen Pakete aufgeben. Eben das wollte ich heute tun, ging also wenige Meter bis zum Paketshop und sah wie ein Mann vom Paketdienst schon einige Pakete in seinen noch leeren Transporter stapelte. So huschte ich schnell in den Shop: „Gehen die Pakete noch heute mit“, fragte ich hoffnungsvoll und eigentlich mehr um sicherzugehen, dass die Pakete nicht noch in ein paar Tagen im Kiosk liegen. „Nee, Heute nicht“. Ich fragte nicht nach dem Sinn seiner Worte, die er soeben von sich gegeben hatte. Während der Kiosk-Angestellte nun den Barcode jedes einzelnen Paket einscannte, verlud der Mann vom Paketdienst weiter fleißig Pakete. Selbst als ich wieder langsam aus dem Kiosk heraus ging lud der Mann vom Paketdienst immer noch Pakete in den Transporter. Warum meine Pakete nicht mit der Fuhre zum Logistikzentrum kommen können? Es macht wahrscheinlich einfach die Statistik kaputt. Wo kämen wir denn hin wenn Pakete innerhalb von 24 Stunden wirklich auch ausgeliefert werden? Und so werden meine Pakete vermutlich auch noch morgen Nachmittag irgendwo zwischen Schokoriegeln, Fruchtgummi, Zeitungen und ein paar Bierkästen ihren Platz finden. Wenigstens werden so die Pakete nicht vereinsamen. Damit kann man auch sicherlich Werbung machen, die Frage ist nur wer das wiederum will. Ich jedenfalls nicht.

26 Jahre…

braucht man um, mit einem Job der fünf Euro die Stunde bringt, ein einziges Einfamilienhaus zu finanzieren. Rein rechnerisch natürlich. Tatsächlich wird man bei einem Job, der fünf Euro die Stunde bringt, nie ein Einfamilienhaus im Wert von 250.000€ bezahlen können. Schließlich müsste man dazu sein gesamtes Einkommen (5€ die Stunde, 40€ Tag, 200€ die Woche und 9.600€ das Jahr) ausschließlich für das Haus aufwenden… das funktioniert einfach nicht. Man kann zwar sparsam leben, ganz ohne Geld bekommt man aber auch dank der super-tollen-Sonderangebote nicht hin. Altersarmut – wir kommen schon noch, keine Sorge!

Sehr geehrter Herr Sat-Reciver,

vor einiger Zeit habe ich ihr Modell „Digital Satellite Reciver 116 S“ zugelegt, um Heizkosten zu sparen. Das funktioniert mit ihrem Modell 116 S auch wunderbar, die Wärme wird wunderbar durch die Plastikschicht ringsherum abgegeben. Lediglich der hohe Piepton beim Einschalten des Gerätes stört ein wenig, nach einer Zeit höre ich den aber leider gar nicht mehr. Auch die Standby-Funktion ist nicht ganz so gut gelungen: die Leistungsaufnahme verringert sich von 22 auf 15 Watt im Standbymodus – leider verringert sich auch gleichzeitig die gewünschte Wärmewirkung…
Das ist sehr schade. Wäre es vielleicht möglich ihr Modell 116 S so umzurüsten das nur die Heizfunktion betrieben werden kann?
Ich frage jetzt im Sommer, damit ich im Winter nicht frieren muss – falls ich mal kein Fernsehen schauen will. Ansonsten kann bei dem Sat-Reciver alles so bleiben wie es ist. Das konstante Piepen und das flackernde Bild, lassen gute Kaminstimmung aufkommen – ganz ohne das teure Holz.