Wieso man im Jahr 2008 keine Bank mehr ausrauben muss…

Zugegeben, die Überschrift ist populistisch. Der Sinn dahinter ist verborgen, wie bei allen Beiträgen dieses Blogs. Was ist nun gemeint? Nun, auf keinen Fall Onlinebetrug oder ähnliches. Es geht um was ganz anderes: Globalisierung. Und zwar will der Autor dieses Blogs eigentlich nur sagen, dass alle gleichermaßen von der Globalisierung betroffen sind. Egal ob das nun gut oder schlecht ist. Das schließt Betrüger, Politiker und unbescholtene Bürger (gibt es die überhaupt?) ein. Was heute als Schmiergeld auf Schwarzgeldkonten in der Schweiz vor aller Öffentlichkeit verborgen liegt – wird ein paar Wochen später zum Teil per Dividende von den Großbanken ausgezahlt. Lasst uns doch die ganzen Besserverdiener, die über ihren Spitzensteuersatz meckern, in die Schweiz schicken. Ob die nun alle Steuerschlupflöcher in Deutschland ausnutzen, oder in der Schweiz nur einen Bruchteil an Steuern zahlen – ist Global gesehen absolut zu vernachlässigen. Das Geld, dass dann mehr auf irgendwelchen Konten und Tagesgeldkonten liegt wird ohnehin wieder von den Banken investiert. Das Geld verschwindet nicht – es gehört jetzt nur jemanden anderem und die Verteilung wird kaum jemand an kommunistische Zeiten anpassen wollen. Die Banken investieren also nun das Geld wieder, was zum Teil Kleinunternehmern und Bauherren wieder zugeführt wird. Was anderes ist bei unseren Finanzmärkten gar nicht möglich…. und je mehr Geld die Mulitmillionäre bei Schweizer Großbanken anlegen, desto mehr Sprudelt die Dividenstatistik im Portfolio manch eines Depots und die Depots wiederum befinden sich zu einem nicht unerheblichen Teil im Streubesitz, sprich dem Riester-Sparer oder gar dem Otto-Normalverbraucher
Wir sind also Täter und Opfer unserer Handlungen zugleich. Zumindest im wirtschaftlichen Sinn – grob vereinfacht zumindest. Wenn ich also demnächst mal mit dem Gedanken spielen sollte eine Bank auszurauben, werde ich zuerst die Fonds im Depot durchschauen ob ich als Täter oder als Opfer mehr profitiere. Wenn ich dazu noch ein klein bisschen Risiko-Management ins Spiel bringe, sage ich mir wahrscheinlich selbst, im Jahr 2008 muss man nun wirklich keine Bank mehr ausrauben.