Bloggen über Kaffee-Kultur…

Ich mag Kaffe, blogge über Starbucks und trinke durchschnittlich zwei bis drei Tassen Kaffee pro Tag. Was liegt also näher als ein paar Fragen über Kaffee zu beantworten.

Wie bereitest Du Dir Deinen Lieblingskaffee zu und was muss für Dich in einen „perfekten“ Kaffee rein: nix, Milch(schaum), Zucker, Sirup… ?

Viel Milch mit dementsprechend schönen Schaum und ein Schuss Vanille-Sirup.

Achtest Du beim Kaffeekauf auf bestimmte Siegel (Bio, Transfair, UTZ Certified, Rainforest Alliance)? Wenn ja, warum?
Nö. Es gibt zwar in den großen Supermärkten große Regale mit verschiedensten Kaffeesorten – wenn man genauer hinschaut sind die meisten Kaffee-Packungen ohnehin von einigen wenigen Kaffeeröstereien. Da hat es sich recht schnell mit UTZ Certified, Rainforest Alliance erledigt – die Auswahl ist gar nicht immer da. Immerhin: Selbst Tchibo bietet seit einiger Zeit einen Bio-Kaffee an. Jetzt müsste man nur noch wissen wie der schmeckt und ob es eine Espresso-Röstung war – oder doch irgendetwas, von dem weder Konsument noch Hersteller wissen, was es eigentlich ist.

Ist Kaffee Deiner Meinung nach ein Problem für die Umwelt? Warum (nicht)? (C02-Verbrauch, Anbau, Pestizid- u. Herbizideinsatz, Energieverbrauch etc.)
Genau so groß wie der Konsum von Pesto Rosso, Schokoriegeln und dem lesen von Büchern. Neulich musste ich auf der Rückseite einer Schokolade lesen das diese irgendwo in einem osteuropäischen Nest hergestellt worden war. Der Hersteller ist dabei in Deutschland kein unbekannter. Ich vermute mal die Zutaten kommen für die meisten Verbundprodukte ohnehin aus verschiedensten, weit entfernten, Ländern.
Co2 wird ergo auch bei anderen Produkten ausgestoßen – vielleicht ist hier der Kaffee sogar noch recht vorteilhaft. Problematischer dürften zum Beispiel Weine sein. Es kann einfach nicht ökologisch sinnvoll sein, Wein in Flaschen abzufüllen und diese rund um den Globus zu transportieren.
Kaffee hat ähnliche Probleme, wenn auch nicht so stark. So könnte man beispielsweise die Röstung gleich in den produzierenden Ländern durchführen, die Aufbereitung findet dort ohnehin schon statt. Das würde etwas Co2 wegen des verringerten Ladegewichts einsparen können.

Fühlst Du Dich beim Kaffeekauf genügend informiert (Angaben auf der Packung, Webseite des Herstellers etc.) oder welche Informationen vom Kaffeeanbau bis zur Zubereitung vermisst Du?
Informationen sind eher kaum vorhanden. Es gibt Packungen auf denen man nicht einmal erfährt ob es sich um Arabica oder Robusta-Bohnen handelt. Andere Hersteller sind informativer, geben aber die Herkunft alles andere als präzise an. Wo der momentan im Regal stehende Kaffee herkommt – keine Ahnung.


Was war bislang Dein schönstes Kaffee-Erlebnis (Flirt am Kaffee-Automaten, Diskussionen in der Espressobar… was auch immer)?

Ältere Personen scheinen öfter einen Espresso – oder zumindest unverfälschteren Kaffee – zu bestellen als Jüngere. Nur was passiert wenn eine ältere Dame einen Milchshake artigen Kaffee bestellt, während der um 50 Jahre jüngere Enkel einen türkischen Kaffe bestellt und auch dazu noch die Tische etwas umgestellt werden, unzählige weitere Gäste bedient werden wollen? Und zu alledem man scheinbar vergessen hat zu welchem Tisch welche Order gehörte?

Ohne ins Detail gehen zu wollen: Bis jeder Gast sein gewünschtes Getränk hatte, dauert es etwas länger. Zumal es ein paar Klischees zu überwinden galt.

Vielleicht muss man Coffeemanagement studieren um zu wissen, welche Zielgruppe wie ihren Kaffee trinkt. Doch das wäre eher ein Thema für den Bildungs– und Fortbildungs-Bereich.

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