Der Herbst ist Autozeit

Keine KFZ-Steuer. Laub stopft zuverlässig alle Schlaglöcher. Die Autofahrer müssten eigentlich dieser Tage ganz aus dem Häuschen sein und bei der Tanke Schlange stehen. Schließlich ist der Benzinpreis so gering wie lange nicht mehr. Dennoch fahren die Leute nicht durch die Gegend und zwanzig Kilometer Umweg zur Arbeit. Da hat selbst die Subvention für den Porsche Cayenne nicht mehr weiter geholfen.

Schade! Also muss was neues her. Mehr Öl bedeutet doch zwangsweise mehr Wirtschaftswachstum. Oder könnte es vielleicht auch sein, das man weit weniger als auf Öl angewiesen ist als es die Industrie uns glauben machen will?

Wer den Porsche Cayenne allen ernstes als Umweltfreundliches Auto deklariert, das subventioniert werden muss um Kaufanreize zu schaffen, hat den Sinn der Marktwirtschaft irgendwo übergangen. Schließlich passt sich der Markt nur den Gegebenheiten an. Doch diesen natürlichen Vorteil macht im Moment die Politik zunichte. So bekommt fast ausnahmslos jedes Auto eine „grüne Plakette“ die dazu berechtigt innerhalb von sogenannten Umweltzonen zu fahren. Manche alten Gebrauchtwagen hingegen nicht. Das suggeriert – hey alle (neuen) Autos sind umweltfreundlich. Wir zerstören vielleicht nicht gerade einen Markt, doch wir steuern ihn komplett falsch. So sollten Subventionen (wenn auch auf Umwegen) den Menschen helfen. Mal ganz ehrlich – braucht ein Porsche Cayenne-Fahrer staatliche Unterstützung? Während der Gebrauchtwagenfahrer auf staatliche Subventionen verzichten muss. Der Umwelt zuliebe? Wer’s glaubt.

Wir subventionieren diejenigen, die auch ohne könnten. Ohne jegliche Ideologie. Da soll noch einer mal sagen, die Politik lasse sich von Bild, BamS und Glotze leiten. Die zeigen wenigstens Emotionen.

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