Gute Erziehung
Nachdem das Kind den Waldorfkindergarten geschickt wurde, geht es an eine private oder zumindest religöse Schule auf dem Land. Die Stadt bringt zu viel Ablenkung und Gefahren mit sich. Computerspiele dürfen erst mit 18 Jahren gespielt werden – die Altersbeschränkungen sind halt viel zu lasch und wenn das Kind mal Fernsehen will, wird entweder auf die nächstbeste Politik-Debatte umgeschaltet oder eine der wunderbaren Rosamunde-Pilcher-DVDs eingelegt.
Zudem schärft man seinem Kind ein, wie wichtig Kopfnoten sind. Wie wichtig die Schule fürs Leben ist und das Lehrer quasi Halbgötter sind, die durch ihre fachliche Qualifikation sich nicht mit den Problemen der einzelnen Schüler zu befassen haben.
Zum Lesen gibt es für das Kind historische Romane wie Effi Briest und Don Carlos, Romeo und Julia. Wenn es dann immer noch mehr lesen will schenkt man dem Kind einen 24 Bändigen Brockhaus.
Musik ist für kleine Kinder wichtig. Deshalb sollten die Kinder schon früh ein Instrument erlernen. Falls das Kind, das nicht will, sollte zumindest ein großer Stapel Klassik-CDs im Haus vorhanden sein.
Um das Kind zu “formen” wird ihm eingeschärft, das es durch den Besuch einer Privatschule und dem Einkommen etwas besseres ist. Falls das Kind sich mit Kindern aus Bildungsfernenschichten anfreundet, sollte man einen Umzug erwägen oder zumindest dafür sorgen, das dass Kind soviele Klavierstunden nehmen muss, dass es gar keine Zeit mehr hat mit den Kindern aus den bildungsfernen Schichten zu Spielen.
Eltern sind Vorbilder. Deshalb sollte man bevor man ein Kind bekommt, mindestens einen akademischen Titel haben. Alles andere kann nur dazu führen, das sich das Kind dem Bildungssystem verweigert.

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