How to survive in Bavaria

… oder auch – wie ich im bayrischen „Exil“ über die Runden komme.

Schon vor vielen Jahrzehnten reizte es viele waghalsige Menschen, die Gebiete Bayerns mit samt den Einheimischen zu erforschen. Inzwischen ist der Mythos Bayerns ein wenig zerstört, schließlich kehren immer mehr Menschen aus ihren bayrischen Abenteuer wieder in hochdeutsche Gefilde zurück.

Dennoch sollte man einiges beachten, wenn man sich nach Bayern trauen sollte und beabsichtigt unbeschadet wieder heimzukehren.

Die Nahrungsmittelbeschaffung
In Bayern gibt es viele Gerichte die an anderen Orten der Welt niemals serviert werden würden. Daher ist es unglaublich wichtig sich im Voraus über die lokale Küche zu informieren, um auf unliebsame Überraschungen vorbereitet zu sein. Obatzda ist beispielsweise eine auf unbekannte Weise angerichtete Käse-Creme zum Dippen von Backwaren, unter anderem auch Brezeln (bayrisch: Brezn). Alle Gerichte die mit „-haxn“ Enden, sollten erst nach mehrmaligen Bayern-Besuchen verzehrt werden und sind für Vegetarier ungeeignet. Der Magen muss sich erst auf die bayrische Küche einstellen.
Relativ unbedenklich zu konsumieren sind hingegen Bier und Backwaren, wie Brezeln und Brötchen. In Bayern werden Brötchen auch als Semmel bezeichnet. Nachdem die Nahrungsbeschaffung sichergestellt wurde kann man weitere Abenteuer erleben.

Das Verhältnis zu Ausländern
In Bayern spricht man bei Leuten, die nicht aus Bayern kommen und nicht der bayrischen Sprache mächtig sind von Zuagroaste, welches nach der bayrischen Definition Leute sind, die vo außerhoib kemma und de meistns ned mid da Sproch vatraud san (Bayrisch-Lexikon).

Melde-Ämter
Sagen Sie nie, aber wirklich nie, ihre Konfessionsangehörigkeit zu laut. Sie werden ein wenig schräg angeschaut wenn es nicht katholisch seien sollte. Die Bevölkerung ist in den meisten Städten überwiegend katholisch, es gibt aber auch gerade in den nördlichen Teilen Bayerns auch Kommunen mit mehr Protestanten.
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FDP & Klientelpolitik

Man darf sich dieser Tage wundern. Da wird der FDP ernsthaft von (u.a.) der SPD vorgeworfen, Klientelpolitik zu betreiben. Das verwundert nun wirklich nicht, also der Vorwurf der SPD. Denn wer kein Klientel und Profil hat, darf auch anderen vorwerfen Klientelpolitik zu betreiben.

Love, Peace and Harmony

… oder auch: Die Grünen werden 30.

Die Grünen werden 30 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch.
Puh. Was soll man dazu denn noch sagen. In den Tagesthemen sprach man von „kampflustigen Geburtstagskindern“ und die Grünen-Spitze lässt sich auch mal inzwischen des öfteren von der Bild-Zeitung interviewen und überhaupt scheinen die Grünen inzwischen eine ganz, ganz normale Partei zu sein. Eine ganz normale Partei halt – und so fragen sich Kolumnisten landauf und landab, was denn von der Grünen-Mitregierungszeit geblieben ist und wie sich die Grünen überhaupt entwickelt haben…

Da werden ganz gerne Fotos aus den Gründungstagen der Partei hervorgeholt, wie beispielsweise bei der SZ. Da sieht man Friedenstauben, Peace-Symbole und überhaupt erinnert nicht wenig an „Love, Peace and Harmony„.

Unter den Bildern sieht man dann Texte, alle entsprechend dem Motto „nun sind auch die Grünen in der Mitte der Gesellschaft angekommen“ und suggerieren damit das sich die Grünen über die Zeit verändert hätten. Haben sie nichtmals, so sehr. Es herrscht immer noch der Geist des „Love, Peace and Harmony“ in der Partei. Nur war vielen bisher die Bedeutung des Wortes Love selbst den Parteianhängern nicht immer klar – doch seit geraumer Zeit steht fest das Love für Leistungsorientierte Vergütung steht.
Aber mal ehrlich: Insgeheim wussten wir das doch alle.

Tipp um Kleingeld loszuwerden

Wer kennt es nicht – immer das ganze Kleingeld in dem Geldbeutel. Das kann man zur Bank bringen – bei einigen Banken ist das kostenlos – bei anderen bezahlt man allerdings meist eine Gebühr von +/- 5€. Für die Beträge um die es da geht ist das zu viel. Ein Sparguthaben sammelt sich so nicht an, da die Gebühr in der Regel das Geld wieder auffrisst. Doch man kann auch sinnvolle Dinge mit den ganzen kleinen 1-, 2- und 5-ct-Stücken machen, ohne auf einen Gegenwert zu verzichten.

  • Kaffee-Automaten, Parkautomaten – all diese Automaten akzeptieren in der Regel auch noch 10-Cent und 5-Cent Stücke. Gerade beim Kurzzeitparken kann man da gut das Kleingeld loswerden. Die preisgünstigen Kaffee-Automaten kann man gut auch mal mit 5-Cent-Stücken bedienen.
  • Die Briefmarken-Automaten der deutschen Post akzeptieren auch ein und zwei Cent-Stücke. Allerdings werden bei den von mir getesteten Automaten nicht mehr als 12-14 Münzen akzeptiert. Das macht allerdings nichts – schließlich kann man ja mehrere Briefmarken lösen. Einfach Wunschwert am Automaten auswählen und Geld einwerfen, der Automat meldet gegebenenfalls das kein weiterer Münzeinwurf möglich ist.
  • Kopierer sind auch eine ideale Möglichkeit um 5-Cent-Stücke los zu werden
  • Kleinere Einkäufe im Supermarkt, Zeitschriftenhändler und SB-Bäcker. Da ist die Warenmenge überschaubar und man kann sich im Kopf schnell an der Kasse-Ausrechnen wie die Endsumme lautet und dementsprechend schon im Voraus die Cent-Stücke heraussuchen.
  • Spenden-Boxen. Teilweise gibt es an Kassen Spendenboxen, in die kann man auch mal ein paar Cent-Stücke mehr hinein tun. Leider stellen Spenden-Boxen keine Quittungen aus, die sich steuerlich absetzen lassen.

Weitere Ideen, wie man das ganze Kleingeld loswerden kann?