Bildunterschriften

Gute Bildunterschriften zu schreiben ist wirklich keine einfache Arbeit. Das weiß jeder, der in seinem Leben einmal in einer Redaktion gearbeitet hat. Da soll mal eine mehrzeilige Bildunterschrift unter ein Foto, welches nur der Illustration dient, um ein Seitenlayout nicht zu zerschießen. Mal soll die Bildunterschrift irgendwie lustig werden und mal soll das Ganze “wertvolle Zusatzinformationen liefern”.

Wie man nichts davon schafft, zeigt diese Woche die Online-Redaktion der Mitteldeutschen-Zeitung bei den neuen Chromebooks. Prinzipiell sind Chromebooks in der Kategorie „Notebooks“ einzuordnen. Es gibt zwar sicherlich einige Modifikationen , diese sind derzeit aber größtenteils nicht genauer angegebenen. Nun veröffentlichen Samsung und Acer in Zusammenarbeit mit Google die ersten sogenannten Chromebooks. Ein Modell kommt von Acer, ein Modell kommt von Samsung. Macht in der Summe ganze zwei Produkte. Diese beiden Modelle kann man nach Angaben von Google ab dem 15. Juni in sieben verschiedenen Ländern bestellen.

Um die neuen Produkte zu illustrieren, nahm man bei der MZ einfach die erstbeste Pressebildquelle. Leider hat man nicht überprüft, um welchen Hersteller es sich bei dem eingefügten Produktbild handelt. Dafür hätte eigentlich schon das bloße Betrachten des eingefügten Bildes ausgereicht:


Jetzt kommen halt die Samsung-Chromebooks von Acer. Auch gut. Immerhin: Die Chance das richtige Pressebild zu der Bildunterschrift zu wählen lag bei zwei Produkten bei 50:50. Das kann halt schon mal schief gehen.

Mir wurde ja während eines Praktikums bei einer anderen Lokalzeitung beigebracht „(…) unsere Leser sind nicht richtig wach, wenn sie unsere Zeitung lesen. Da darf man die Leser nicht durch Widersprüche oder komplizierte Sätze verwirren“. Wahrscheinlich gilt das inzwischen nicht mehr.

Eine Antwort auf „Bildunterschriften“

  1. Da wundert’s echt nimma wenn die Verlage keine Umsätze online machen. Wer will’n für solch nen Scharrn bezahlen?

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