Diebstahlsicherung auf bayrisch


Wie sichere ich bloß meinen Roller am Besten?, muss sich jemand da gedacht haben. Klar. Am besten nehme ich eine Folie, schreibe „Finga wegg“ darauf und hoffe, dass niemand den Roller klaut. Gut – in Bayern funktioniert das bisweilen. Ich würde es ja eher mit einer Versicherung oder einer abschließbaren Garage versuchen, statt eine Folie über einen Roller zu legen. Nennt mich ruhig konservativ. Immerhin: Der Roller fällt so am Straßenrand auf. Auch wenn jemand sich – ganz gewünscht – damit fortbewegen will.

Pesto Deklaration


Lieber Pesto-Hersteller,
ich weiß ja nicht was Karrottensaftkonzentrat, Kartoffeln, Milch und Zucker in einem Pesto verloren haben. Das verwundert mich höchstens ein wenig. Was ich aber ganz und gar nicht nachvollziehen kann ist das Nährwertinformationen nur innerhalb der EU gültig sind. Zumindest prankt unter den Nährwertinformationen groß „Nur gültig in der EU“. Was passiert denn wenn ich mich mit dem Pesto-Glas über die schweizer Grenze bewege? Enthält das Glas dann auf einmal mehr Fette? Oder enthält das Glas innerhalb der EU überdurchschnittlich viel Fett und sobald es sich woanders befindet wird es zur Diät-Kost?

Fragestunde – Fragen von Blogbesuchern

Nach wie vor gilt in Hogwarts und bei mir: Wenn jemand um Hilfe bittet, dann wird er sie auch bekommen. (via @Agent_Dexter)

Ab und an verirren sich – man glaubt es kaum – ein paar Besucher über diverse Suchmaschinen auf diese Seite. Diese geben natürlich auch gerne mal ganze, vollständige Fragen ein. Wer so nett Google fragt – der soll auch eine Antwort erhalten.

Was heißt auf maklerdeutsch „ideal für handwerker“?
Damit möchte der Immobilienmarkler sagen, dass es sich bei dem Objekt um eine Bauruine handelt. Wenn der Immobilienmarkler sich als schlechter Werbetexter versucht, heißt es auch schnell mal „hier werden Handwerkerträume wahr“. Für den normalen Menschen werden da nur Alpträume wahr. Besser ist es sich gleich eine solide, günstige Wohnung zu suchen – in der keine Handwerkerträume wahr werden. Das geht auch online und mit einer günstigen Immobilienfinanzierung kann man sich den Traum einer eigenen Immobilie auch verwirklichen.

Hilfe ich habe eine Spinne in der Pistazien Packung
Tja. Ich würde dir jetzt empfehlen eine Selbsthilfegruppe zu gründen. Du bist mit deinem Problem nicht alleine. Oder doch? Ich befürchte schon. Alternativ kannst du auch als Wutbürger eine Demonstration anmelden. „Keine Macht für Spinnen bei Pistazien“ oder „Gebt der Spinne keine Pistazien“.

Wie gute Überschriften finden?
Um eine gute Überschrift zu finden, muss man wie die Nutzergruppe denken. Etwas Interesse wecken, einen griffigen, verständlichen Begriff verwenden und wenn man mutig ist kann man auch in der Überschrift schon eine lustige Anspielung verstecken. Wenn alles davon nicht so recht gelingen mag hat man den Arbeitstitel für ein akademisches Buch. Vielleicht kann man damit ja auch was anfangen.

Wie viel wiegt 1 Flasche Club Mate?
Puh. Frag den Club Mate Händler in Passau.

Ich hasse Kopierschutz.
Ich übrigens auch. Immerhin: Die Kopierschutzgängelung wird in letzter Zeit etwas weniger. Die Musikindustrie ist zum großen Teil jetzt inzwischen bei einer Art Wasserzeichen für Musikstücke angekommen, was imho in Ordnung ist. Bei Filmen und PC-Spielen ist das leider anders.

Was hatte Jesus an?
Ich vermute mal kein goldenes Kettchen mit einem Kreuz. Vielleicht würde Jesus als Store Model vor Hollister posieren oder Unterwäsche bei C&A sortieren? Ich weiß es nicht. Nach heutiger Vorstellung ist er wohl auf jeden Fall ganz gut rasiert.

Was ist an einem satirischen text?
Ich weiß nicht was an einem satirischen Text ist. Die Texte kleben eigentlich nicht. Meist steckt aber etwas beißender Humor drin.

Was sagt der Eismann im Kino?
Erstaunlicherweise ist es ja in den meisten Fällen eine Frau. Erstaunlich, weil zum einen die Bezeichnung ja irgendwie Eismann lautet und irgendwie noch niemand diese Berufsbezeichnung so richtig gegendert hat. Zum anderen erstaunlich, weil diese eher weniger etwas sagt sondern vielmehr brüllt. „Will jemand ein Eis?“ oder „Will HIER jemand ein Eis?“ bzw. „Niemand Eis?“. Das Interesse der Besucher an Eis hält sich auch ganz gut in Grenzen.

Wie bleibt Popcorn an der Decke kleben?
Popcorn selbst würde nicht an einer Decke kleben bleiben. Die Mischung aus Zucker und Speichel der Besucher sorgt dafür das die Konsistenz breiig wird und wunderbar an den Decken deutscher Kinos kleben bleibt. Viel interessanter der Frage nach dem „Wie“ wäre die Frage nach „Wie lange bleibt Popcorn an der Decke kleben und kann ich mich beim Kino um die Ecke für solche Reinigungsjobs bewerben“.
Man kann übrigens auch zu Hause Popcorn machen. Popmais kaufen, Öl erhitzen, Popmais hinzugeben und schon poppt es im Topf. Würde mich interessieren, ob du die Frage eigentlich in diesem Kontext gestellt hast?

Update-Time


Irgendwas ist ja immer. Mal ist Version XYZ veraltet, mal ist Version 2.9 nicht kompatibel zu Version 2.10 und manchmal bekommt man auch die Updates einfach gar nicht mit. Manchmal mag man auch gar nicht zu einer neuen Version wechseln weil man der alten etwas hinterher trauert.
Ich denke, ich werde dieses Wochenende noch eine schöne Update-Partie machen und verschiedene Installationen aktualisieren und pflegen. Für den Fall, dass ich schnell fertig werden sollte – kommt auch das Gerät mit der oben gezeigten Meldung dran. Zugegeben: Realistisch ist das nicht.

Zitate aus dem Uni Alltag

In meinen ersten beiden Semestern habe ich ein paar Stilblüten gesammelt:

Jemand der FSinfo auf einer Campus-Führung für Erstsemester:
Hier ist das Juridicum. Kann man eigentlich irgendwas dazu sagen – außer das dort die Juristen drin sind?

Professor, in einer der ersten Vorlesungen:
Informatiker sind schon schräg.

In einer Vorlesung ertönt ein lautstarker Ruf aus der letzten Reihe:You Fail, als eine Firewall-Block-Meldung auf dem Beamer erscheint.

Aus einem Übungsblatt in der Vorlesung namens „Grundlagen der Informatik“:

Prüfen sie auch (mit :t) den Typ von toRational pi. Ist Haskell dumm und weiß nicht, das pi eine Kreiszahl ist?

Englisch-Konversationskurs für Informatiker, So the Web is a free, nice, friendly place – where everbody can share his porn stuff…

In einer Mathematikvorlesung: Die Reellen Zahlen werden als bekannt vorausgesetzt. Hörbare – aber nicht besonders laute Bemerkung aus einer der hinteren Reihen: Aber die gehen doch bis unendlich – wie soll die denn überhaupt jemand kennen?

Übungsleiter in Grundlagen der Informatik: Jetzt haben wir die Lösung. Jetzt brauchen wir nur noch das entsprechende Problem…

Englisch-Konversationskurs, You are Michael, aren’t you? Yeah Are you shure? Yeah.

In einer Datenbanken und Informationssysteme Vorlesung: In der nächsten Vorlesung werde ich ein paar Beispiele zeigen um das ganze didaktisch möglichst sinnlos darzustellen.

Tief in der Nacht

Wer codet da tief in der Nacht?
Es ist der Informatiker – er ist noch wach.

Er codet viel, er codet müßig.
Schließt um halb zwei – dann schließlich,
den Pizza-Karton, dann doch recht genüsslich.

Er weiß schon jetzt:
Seine Kollegen werden es ihm nicht danken.
Sondern sich um die nächste Deadline mit ihm zanken.

Doch er codet weiter, tief in der Nacht.
Manch‘ Kernel Panic hat ihm Sorgenfalten gebracht.
Das Arbeitsformular hat er gesprengt,
22 Uhr ist doch kurz nach Arbeitsbeginn.

Wartbarkeit und Sicherheitsprobleme,
solche Sorgen braucht er heut‘ nicht
„Gut, soll es werden und dieses Feature brauchen wir auch,
sonst geht bei ihrem Arbeitsvertrag bald ein Lichtlein aus.“

So codet er weiter, tief in der Nacht.
Der letzte Kollege ging vor halb Acht.
Der Kollege wünschte noch ein schönes Wochenende,
und rieb sich vor Vorfreude auf seinen eigenen Kurzurlaub die Hände.

Der Informatiker blickte nur neidisch auf
und dachte sich „ich will hier raus“.
Der letzte Urlaubsantrag:
Abgelehnt. „Wer soll das dann machen, wenn nicht Sie?“

„Ach ihre Handynummer brauch ich noch“
„Warum“
„Wenn bei uns der Server raucht? Nur darum“

Beim letzten Betriebsfest,
Abserviert. In der letzten Ecke Platz genommen.
Von niemanden registriert.

Der nächste Morgen jedoch:
20 neue Mails in der Inbox.
12 mal „Wo sind denn die Fotos?“
8 mal „Wo bleiben die denn bloß?“

So codet der Informatiker weiter,
so tief in der Nacht.
Früher hat ihm das Coden mal Freude gemacht.