Kaffee in Wien

Wien ist eine Stadt. Wäre dies ein Werbe-Eintrag, würde es vermutlich heißen „Wien für Kaffee bekannt aus TV & Werbung“. Ist es aber nicht – also dies ist kein Werbe-Eintrag. In der Werbung wird Wien als Stadt der Kaffee-Hochkultur angepriesen, in der man Stunden in einem Kaffee bei einer einzigen Tasse Kaffee (und einem obligatorischen Glas Wasser) verbringt. Das stimmt auch so – zumindest in etwa.

Was die Werbung verschweigt: Auf dem Weg nach Wien sieht es mit gutem Kaffee etwas mager aus. So gibt es auf dem Weg zwischen Passau und Wien quasi keinen guten Kaffee – zumindest nicht in den kleineren Orten. Man freut sich schon über den einfachsten Filter-Kaffee. Instant-Zucker-Was-Auch-Immer-Pulver scheint vielen Reisenden auf dem Weg zu genügen. Vielleicht sind die Reisenden um einen herum auch einfach schon zu sehr vom vielen Reisen nach Wien abgehärtet.

So gesehen verwundert es kaum, dass Wien als Stadt der Kaffee-Hochkultur erstrahlt. Schließlich erscheint der Kaffee in Wien im Vergleich als große Offenbarung. So gesehen kann man auch bei Starbucks, Wayton, Edwards & Co. eines guten Kaffees erfreuen – ohne die unangenehme Reise nach Wien machen zu müssen.

Verrücktes

Ich wollte dieses Wochenende mal etwas total Ausgefallenes, Actionreiches und Hirnrissiges machen. Das größte Problem war – ich wusste nicht was.
Buche ich einen Flug nach Indien und verbringe die Zeit in einem buddhistischen Kloster? Mache ich Bungee-Jumping? Verbrenne ich einen 50€-Schein? Wandere ich den Jakobsweg entlang?

Hm. Ich stand vor scheinbar unglaublich vielen Möglichkeiten. „Verrücktes“ weiterlesen

Der 1. April

Besonders schön waren dieses Jahr die Aprilscherze von Tagesschau (Spendengala von der ARD um die FDP zu retten) und Telepolis (ehemalige DDR Bewohner sollen für die DDR-Zeit Rundfunkgebühren nachzahlen, da sie das Programm technisch empfangen konnten). Ich bin ja immer ein wenig zu faul für Aprilscherze – und ganz oft denke ich beim Durchklicken meiner Newsfeeds – das kann doch nur ein Aprilscherz sein. Leider muss ich dann immer feststellen, dass es noch über 360 weitere Tage gibt, die nicht der 1. April sind. Das Problem daran: Auch an diesen Tagen erscheinen Nachrichten. Naja – kann man wohl nichts machen.

Auch der 1. April ist nicht so ganz einfach. Da werden gerne mal neue Produkte vorgestellt – und rein theoretisch könnte ja auchmal am 1. April wirklich mal etwas passieren.

Da ich jetzt längere Zeit meine Newsfeeds nicht mehr abgearbeitet hatte, hielt ich zuerst auch Cinavia für einen Aprilscherz. Zur Erklärung Cinavia ist mal wieder eine neue tolle DRM/Kopierschutz Geschichte. Bei dieser werden in eine normale Tonspur für menschliche Ohren defacto unhörbare Steuerungssignale zugegeben. Diese bleiben auch nach Konvertierungen und Umwandlungen erhalten. Erhält ein nicht autorisiertes Gerät Material mit diesen Steuerungssignalen verweigert es die Wiedergabe – oder schaltet die Tonspur aus …
Ich stelle mir das sehr interessant vor. Wenn jetzt jemand ein Hochzeitsvideo dreht und dann die Braut draußen vor dem Standesamt den Brautstrauß wirft … und dann ein Auto mit lauter Musik vorbeikommt …

… und diese Musik rein zufälligerweise diese Steuerungssignale beinhaltet, könnte es sein, dass das Hochzeitsvideo später nicht mehr an dieser Stelle (mit bestimmten Geräten) abspielen lässt – weil halt irgendwo im Hintergrund dieser Kopierschutz mit aufgenommen wurde. Toll oder?
Das ist zwar ein wenig konstruiert – aber denkbar. Also quasi »aus rechtlichen Gründen kann dieser Ausschnitt im Internet leider nicht gezeigt werden« nur halt diesmal im sehr privaten Rahmen…