BWL – Eine Liebeserklärung

Ich liebe BWL. Nicht, weil mich BWL fachlich fasziniert. sondern viel mehr, weil diese Branche mir einen Arbeitsplatz auf absehbare Zeit sichern wird. Kein Arbeitgeber auf der Welt würde ohne betriebliche Zwänge mein Datenbank-Wissen benötigen. Schließlich könnten die ganzen Sachverhalte doch auch auf Registerkarten niedergeschrieben werden. Das würde lange dauern, kostet nicht nur Personal sondern auch potenziell unendlichen Lagerkapazitäten und so wird jeder Bebtriebswirt schnell IT einsetzen. Entweder um Kundendaten zu verwalten, Rechnungen zu verschicken oder Buchungen zu erfassen.
Ein Segen für mich!
Dazu kommt, das der durchschnittliche BWL’er Kennzahlen liebt – und nicht in jeder Branche gibt es für jedes Detail schon ein entsprechendes SAP-Modul. Ein Glück für mich und so kann man auch im Jahr 2014 noch in kleineren Nieschen immer noch Standard-Software als Individual-Komponente verkaufen (und zugegebenermaßen auch entwickeln).
Danke BWL!
Ich meine, wo kämen wir auch hin, wenn wir nicht jede Kundeninteraktion speichern, jeden verworfenen Warenkorb auswerten und jede Mausbewegung tracken? Womit soll man dennn BigData betreiben, wenn nicht mit Unternehmens- und Kundendaten.
Nicht das mir jetzt einer mit Forschungsdaten, Verkehrssensordaten, Medizinischen Befunden oder Satelliten-Aufnahmen kommt. Schließlich war es doch erst die freie Wirtschaft, die das Internet groß gemacht hat.
Ihr Nerds immer mit eurer historischen Ansicht, das Internet sei ja in den ursprüngen militärisch. Absoluter Unsinn ist das! Das Militär ist doch was genau? Eben. Wirtschaft und zwar genau genommen eine Wirtschafts-Förderungsmaßnahme für die Betriebswirtschaft. Warum sonst, sollte man denn sonst eine ehmalige McKinsey-Leute im Verteidigungsministerium installieren? Man will ja auch das SAP-System verwalten können.
So – und wehe jetzt sagt jemand, das Internet sei nur durch Pornos groß geworden. Dann hat er das Internet zwar aus Youtube-Erklärungen verstanden, hat aber im Studium in seiner BWL-Vorlesung etwas zu viel geschlafen. Denn was genau bringt die Pornos ins Netz? Genau – die Porno-Industrie. Und die haben ja einen der fortschrittlichsten BWL-Ansätze überhaupt. Digitale Güter. Einmal produzieren, bei jedem Kauf wieder kassieren. Möglichst natürlich in alle Ewigkeit. Geringe Stückkosten dank des Internets und die paar Raubkopien sind da ja auch nicht so schlimm. Ein bisschen Schwund ist halt immer. So und wo jetzt klar ist, dass BWL eine tolle Sache ist, fordere ich: Jedes Unternehmen muss einen Betriebswirt einstellen. Schließlich sind Betriebswirte wichtige Multiplikatoren. Für jeden Betriebswirt werden zwei Informatikerinnen, eine Ingenieurin und ein Raumpfleger benötigt.
Das muss doch jeder gut finden. Schließlich schafft das Arbeitsplätze, und sozial ist doch was Arbeit schafft, oder nicht?