Dauerhafte Führung

Das schöne an unserer Zeit ist, dass wir uns nicht den Kopf darüber zerbrechen zu müssen wie wir die besten werden. Wir sind es nicht. Es gibt immer jemanden der besser sein wird (oder es ist).
Dabei spielt es keine Rolle „wer“ wir sind. „Wir“ – das kann ein ganzer Staat sein, ein einzelner Bewerber auf Jobsuche, ein Leistungssportler oder ein Unternehmen in einer speziellen Nische.
Dennoch wetteifern wir in jeder Disziplin darum „die besten“ zu sein. Warum eigentlich?
Als Staat werden wir nie die niedrigsten Lohnstückkosten haben, nie die attraktivsten Steuersätze oder die geringste Bürokratie. Ein überdurchschnittlich guter Läufer wird sich zwar auf regionaler Ebene vieler Erfolge erfreuen können, sobald man den Fokus jedoch international legt wird er bestenfalls ein paar wenige Rekorde brechen.
Egal in welcher Disziplin man sich umschaut – dauerhafte Führung gibt es nicht. Das ist auch nicht Schlimm, schließlich haben die jeweils führenden genau ein Problem: Sie sind langweilig. Sie sind genau in dem Kriterium in dem sie die besten sind hervorragend – und schaffen es dadurch auch selten zu überraschen (Es verwundert nicht, dass bei Suchergebnissen die zweite Wahl oft vielversprechender ist).

So ist die Frage in unser schönen neuen Welt, nicht wie wir die besten werden können, sondern wie wir damit umgehen, dass wir nicht die besten sind.