Warum ich DRM, Kopierschutz und Co hasse

Liebe Content-Mafia … Rechteinhaber, diese Meldung bekommen nur Leute zu sehen, die den verdammten Film gekauft haben. Nett, oder?

Kurzum: Da will man sich einmal einen Film anschauen, kauft einen Film auf einem Tablet PC – und schwupps ist man in die Kopierschutzfalle getappt. Warum das?
Zwar kann man sich die Filme auf seinem Tablet PC nach dem Kauf beliebig oft ansehen – will man den Film jedoch auf einem anderen Bildschirm (zum Beispiel einem Fernseher weil dieser viel größer ist) anschauen, so ist man gezwungen ein Kopierschutz-gerechtes Gerät zu nutzen. Analoge Signale abgreifen? Nicht bei dem Kopierschutz den Apple auf seinen Filmen hat.

Nötig ist ein HDMI-Kabel und ein HDCP-fähiges Anzeigegerät. Immerhin: Die meisten Fernseher und TFTs sind HDCP-fähig. Weniger schön: iPad-Nutzer benötigen zusätzlich einen Adapter auf HDMI – Kostenpunkt bei Apple: 39€. Wer das ganze auf dem analogen Weg über VGA versucht – ebenfalls entsprechenden Adapter vorausgesetzt – bekommt oben stehende Fehlermeldung. Zumindest wenn die Filme kopiergeschützt sind. Ob ein Film kopiergeschützt ist, oder nicht weist Apple in iTunes nicht explizit aus. Ein deutlicher Hinweis: „Dieses Produkt ist kopiergeschützt. Es erfordert viele Nerven und spielt vielleicht dennoch nicht auf allen Geräten ab.“ wäre für die Kunden ganz nett.

Nachrichten & Ich

Ich habe also eigentlich ein ganz entspanntes Verhältnis zu den Nachrichten. Eigentlich. Doch irgendwann kommt es jedoch in fast jeder Nachrichtensendung zu diesem Moment, wo naja, wo dann dieser eine Satz ertönt. „und nun schalten wir zu unserem Hauptstadt-Korrespondenten“…. und dann folgt der fast noch wichtigere Nachsatz “ … nach Berlin …“.

Das ist dann der Moment in dem ich innerlich zusammenzucke und in eine tiefere Sinnkrise verfalle. „Nun schalten wir zu unserem Hauptstadt-Korrespondenten nach Berlin …“. Immer und immer wieder wiederholen sich die Worte in meinem Kopf und ich frage mich jedes mal warum sie mir erzählt werden.

Erzählt mir der Moderator diesen Satz, um mir eine Neuigkeit zu vermitteln? Ich habe manchmal die Befürchtung. Vielleicht befürchtet der Moderator hingegen, dass der Durchschnittszuschauer durch die Angabe von „Hauptstadt“ verwirrt seien könnte und denkt der Durchschnittszuschauer hält Bonn noch für die Hauptstadt?

Vielleicht ist der Schreiber des Moderators auch von dem ganzen Berg von Worten die mit „B“ beginnen bescheuert geworden? Vielleicht ist das mit dem Haupstadtkorrenspondenten aus Berlin auch dem Einfluss von rechten Parteien geschuldet und soll ein geschickt untergebrachtes Statement gegen den Einfluss von Brüssel sein?

Ich weiß es nicht und während ich darüber so nachdenke ist der Korrespondent aus der Hauptstadt wieder verschwunden. Vielleicht nach Bonn oder Brüssel, jedenfalls wird das nicht mehr erwähnt.

Unitymedia und die Lokalzeit des WDR

Unitymedia ist „der“ regionale Kabelanbieter für NRW und Hessen. Jetzt werden ja nach und nach die Netze digitalisiert und die analoge Einspeisung des Fernsehsignals soll irgendwann in nicht näher spezifizierter Zukunft größtenteils entfallen. Doch zur Zeit tut sich ein recht großes Problem auf – der regionale Sender WDR wird von Unitymedia zwar digital eingespeist, aber nur in der „Köln Version“. Denn der WDR bietet ein stark rationalisiertes Programm an, die sogenannte Lokalzeit. Das ist – für den unkundigen Leser – ein TV-Magazin dass über recht regionale Themen berichtet. So gibt es eine Menge von kleinen Unterprogrammen, die bisher nur analog verfügbar sind und waren. „Unitymedia und die Lokalzeit des WDR“ weiterlesen

From Paris with Love

Ist diese Woche in den Kinos angelaufen, dank der vielen Vor-Premieren-Vorstellungen kam ich sogar in den Genuss den Film sogar schon am Montag zu sehen. Der Film ist nichts besonderes, gehört aber sicherlich auch nicht zu den schlechtesten Filmen. Hier und da vielleicht etwas zu dick aufgetragen und an der einen oder anderen Stelle wirken die ganzen Handlungsstränge schon ein wenig abgekupfert. Wenigstens sind die Dialoge der Schauspieler in einigen Passagen erstaunlich schlagfertig. Man fühlt sich in dem Film eigentlich ganz gut aufgehoben, auch gerade weil in das Drehbuch eine gute Prise Humor gegeben wurde.

Doch – eines Frage ich mich auch noch ein paar Tage nach diesem Film – gibt es wohl irgendwann mal die Bezeichnung „Betäubungsmittel Fachverkäufer“ anstatt des langweiligen Drogendealers?

Eli Stone – Staffel 2

Eli Stone ist Anwalt. Skrupellos, pfiffig, geschickt und wortgewandt lässt sich Eli Stone beschreiben und vertritt Mandanten die ebensolche Eigenschaften verlangen. Doch Eli Stone, der recht skrupellose Anwalt bekommt schlagartig Visionen und verändert sein Leben. Er arbeitet nicht mehr für reiche Mandanten sondern folgt seinen Visionen. Er hilft Armen statt Reichen, Kranken statt Pharmakonzernen und hört auf seine Gefühle anstatt der finanziellen Zwänge der Kanzlei, für die er arbeitet.

Eli Stone ist eine TV-Serie, die verdammt gut in unsere Zeit passt. Wirtschaftliche Krisen, Besinnung auf menschliche Werte, Aufopferung und Selbsterkenntnis. Alles Dinge die in das Jahr 2009 passen würden. Pro7 sieht das anscheinend anders und schiebt Eli Stone mit der zweiten Staffel weit nach hinten im Sendeprogramm: Die zweite Staffel läuft am Mitwoch, den 14. Januar um 22:15 an. Recht spät für ein geniale Sendung.

Outsourced – der Film

Viele Amerikaner mögen Outsourcing nicht. Das ist dem Management eines US-Unternehmens bewusst und schickt einen ihrer Mitarbeiter nach Indien: Todd Anderson. Er soll die Inder zu halben Amerikanern machen, sodass die Anrufer nicht mehr merken, dass sie nicht mit einem Mitarbeiter in Chicago sondern in Indien reden. „Outsourced – der Film“ weiterlesen

How to rob a bank

Eine Bank ausrauben ist nicht leicht. Vorallem wenn man nicht weiss das man überhaupt eine Bankausrauben will. Wie das funktioniert erklärt der Film „How to rob a bank“ (DVD): Jinx hat Hunger und wollte eigentlich nur 20 Dollar vom Geldautomaten abheben. Doch auf seinem Konto sind nur 20 Dollar und einige Cents. Die Gebühr für’s Abheben beträgt jedoch 1,50$ (amerikanischer Film) und so verweigert der Automat die Ausgabe der 20 Dollar. Also geht Jinx in die Bank – will sich beschweren und gerät ungewollt in einen Banküberfall. Keine Angst: Die eigentlichen Räuber gehen leer aus. So erklärt der Film dann mit Hilfe von zehn Tipps wie man eine Bank ausraubt – obwohl man sie gar nicht ausrauben wollte. Sehenswert.

Sicko – Michael Moores neuer Dokofilm – How do you do?

Schön in Europa zu leben. Michael Moore bringt mit seinem Film SICKO auch Europäern das amerikanische Gesundheitssystem nahe. Krankenversicherte die keine Leistungen erhalten, Krankenhäuser die Patienten in Obdachlosenheime schicken und Ärzte die zu Mördern werden. Scheinbarer Alltag in den USA. Der Titel des Films – Sicko – ist ein Kunstwort, in Anlehnung an das englische Wort „sick“ was im Deutschen mit „krank“ recht gut umschrieben ist.

Im Film dreht sich alles um Kranke – aber um eigentlich krankenversicherte Kranke. Also kein Problem – doch nicht in den Fällen die Michael Moore zeigt. Angestellte die aufgrund ihrer Krankheit ihren Job verlieren und infolgedessen auch ihr Haus, sind demnach kein Einzelfall und selbst diese Schicksalsschläge wirken im angesichts des Todes noch recht heiter. Nach diesen negativen Beispielen wird eine Idylle gezeigt: Europa. Ein paar Beispiele zeigen wie es in Europa (Frankreich, Großbritannien und Norwegen) zugeht. Selbst in Kuba sei die medizinische Versorgung besser als in den USA. Schuld seien die Versicherungsgesellschaften in den USA, die ihre Gewinne zu Lasten der Versicherten maximieren.

Unterhaltsam ist der Film. Nachdenklich macht der Film auch und ist eigentlich sehenswert. Wäre da nicht ein Problem mit der von mir gekauften Fassung: Eine Synchronisation erfolgte nur Stellenweise. Das heißt bei dieser Doku konkret: Menschen die spanisch oder französisch reden, werden mit englischen Untertitel in gelb und dazu dann noch deutsche Untertitel in weiß versehen. Während sich die deutschen Untertitel noch abschalten lassen, so ist dies mit den englischen nicht möglich. Da wäre mir eine Synchronisation lieber gewesen – so wird das etwas unübersichtlich. Bei Preisen für die Doppel-DVD von z.Zt. etwa 16-20€ sollte das auch drin sein. Bis der Preis auf ein normales Niveau absinkt kann ich nur von einem Kauf abraten. Oder man bestellt sich gleich die DVD in den USA. Da mag das Gesundheitssystem zwar für Depressionen sorgen, die dortigen DVD-Preise sorgen allerdings eher für ein Lächeln auf den Gesichtern der Europäer.