Humor bei Oracle

Wir erinnern uns: Vor einigen Jahren hat Oracle Sun Microsystems geschluckt. Sun Microsystems ist vor allem (wenn auch nicht ausschließlich) durch Java bekannt.
Um so schöner war es im Web auf folgende Fundstelle zu kommen:
oracle presentation humor
Dort wird in der Tat „POJO“ – welches für „Plain Old Java Object steht“ – als moderne „Programming Technique“ angepriesen. Ob es wohl jemand außer uns Nerds gemerkt hätte?

Vorsicht: Unüberwachter Bereich

Ich werde alt: Ich kenne Schilder die über eine stattfinde Video-Überwachung hinweisen. Das kennt man von Bussen, S-Bahnen, sehr vielen Geschäften und durchaus auch von öffentlichen Gebäuden. Oft findet man hierbei Schilder, auf denen eine Kamera gepaart mit dem Schriftzug „Videoüberwachter Bereich“ zu sehen ist. Neu war für mich folgender Fund in einer düsseldorfer U-Bahn:

Schild mit durchgestrichenem Kamerasymbol und dem Schriftzug Beobachtungsfreier Bereich

Moment „Beobachtungsfreier Bereich“? Das macht man jetzt kenntlich? Nunja, dazu muss gesagt werden: Das Schild hing in der Nähe des Fahrkartenautomats, bei dem jedoch keine Zahlung mit PIN-Eingabe möglich war. Sprich: Ein Mitfilmen von der Eingabe von PINS ist nicht möglich. Das wäre ja ein Grund gegen Videoüberwachung – das hält den Einzelhandel schließlich ja auch nicht von Videoüberwachung ab und ohnehin ist das eine eher mühselige Variante an eine PIN heranzugelangen. Der Rest der U-Bahn hatte die üblichen Video-Überwachungsschilder. Für mich stellt sich das als fauler Kompromiss dar: Hey, wir überwachen die U-Bahn nur größtenteils. Wer sich nicht überwachen lassen will, der muss ja nur an den Überwachungskameras vorbei in die Nähe des Fahrkartenautomatens. Dann wird er zumindest während der weiteren Fahrt nicht überwacht. Außer natürlich wieder beim Einsteigen … So länger ich jedoch über dieses Schild mit der Aufschrift nachdenke, desto mehr glaube ich das der beobachtungsfreie Bereich die Geldbörse der Düsseldorfer sein soll. Wenn schon der Mensch gläsern und überall überwacht wird, so soll doch wenigstens sein Geld sein privates Geheimnis bleiben. In der Nähe der Kö vielleicht nicht die schlechteste Idee. Obwohl. Hm.

Größentabelle aus der Hölle

Was ist bloß falsch mit Amazons Produktseiten?
Ich bin jedenfalls verwirrt:
Merkwürdige Größentabelle

Da tauchen Größen doppelt auf, sind weder alphabetisch noch nach größen sortiert. Man muss schon zwei mal hinschauen um zu erkennen, dass sich nach dem 5 Eintrag die Einträge beginnen zu doppeln. Dazu – die Herrengrößen sind im Register der Damengrößen zu finden…

Ich bin nun kein Kunde mit vielen Erwartungen, aber eine habe ich schon: Größentabellen sollte nach Größen (!) sortiert sein.

Was war

Apple wird in China quasi geadelt. Schließlich scheint die Krypto immerhin Man-in-the-middle Attacken zu benötigen, um umgangen zu werden.

Gewerkschaften registrieren das Internet als Problemfeld im Bezug auf Arbeitnehmerrechte. Ups – was war denn dort die letzten Jahre los? Solche Services um die es um die Verteilung von einfachen Aufgaben geht gibt es auch nicht erst seit gestern. Schließlich ist Amazons Mechanical Turk seit fast 10 Jahren aktiv und auch Plattformen wie freelancer.com und Odesk dürften oftmals kaum die Arbeitnehmerrechte nach unten hin ausreichend absichern. Da war ja Frau Merkel mit ihrer Entdeckung des Neulands noch flott.

Blitzmerker: HBO plant eigenen Streaming-Dienst. Zumindest reagieren die schneller als die deutschen Gewerkschaften auf das Internet. Aber vielleicht bleibt das ja auch Vaporware.

Vergabe nicht existenter Preise: Der Preis für kreativ-politische T-Shirt Gestaltung sollte imho an redmolotov gehen.

Überraschung: In der Content Industrie (diesmal vertreten durch Warner Brothers) werden wohl Robots zum Abmahnen genutzt. Zur Erfassung von möglichen Urheberrechts-Verletzungen ist das ja imho ok, dumm nur wenn man diese Fälle nicht mehr in einer geeigneten Form prüft und sich selbst eingestehen muss, dass „die Mitarbeiter nur dazu da (sind), neue rechtsverletzende Seiten aufzuspüren und die Bots darauf anzusetzen“. Eine (verlässliche) Prüfung wäre ja auch theoretisch technisch möglich. Aber ich rate mal, die Informatiker die man bräuchte waren einfach zu teuer für eine gute Umsetzung.

Kaufen ist billiger als Mieten

… und zwar ab sofort bei dem Base-Handy-Shop in Unna am Marktplatz.Handy Shop Kundenstopper Deren Kundenstopper verspricht den direkten Kauf für 21€, das monatliche Mieten für 579€.
Also für 21€ nehme ich natürlich das Smartphone direkt. Ist ja auch direkt günstiger.

Gute Laune Rap

Rap ist nur Musik von Vorstadtgangstern? Weit gefehlt. „Trump“ macht Hip-Hop. Guten Hip-Hop. Wenig Gangster, dafür viel Herz. Kurzum: klingt gut.
Meine persönliches Highlight:
„deutscher Rap verkörpert viele Dinge, die ich hasse – doch ich lasse ihn Rap sein – und chill auf der Terasse. Ich verpasse jedem Track ein eigenes Emblem und der Track verpasst mir, Geschmeidigkeit im Gehn“

Mehr von Trump gibt es auf rappers.in & Youtube.

Gendering

Liebe Herren, seien Sie doch im Notfall so nett und holen Sie auf Nachfrage einer Dame den Feuerlöscher aus dem Herren-WC. Denn den Feuerlöscher gibt es nur auf dem Herren WC. Warum er ausgerechnet dort platziert werden musste, ist wohl niemanden so ganz verständlich.

An der Herren-WC-Tür angebrachtes Feuerlöscher Schild

Vielleicht wollen die Frauen ja auch einen Feuerlöscher auf ihrem WC?

Gesehen in dem Spielzeugmuseum Nürnberg, aus der Kategorie „Kurioses aus dem Alltag“.

Der 1. April

Besonders schön waren dieses Jahr die Aprilscherze von Tagesschau (Spendengala von der ARD um die FDP zu retten) und Telepolis (ehemalige DDR Bewohner sollen für die DDR-Zeit Rundfunkgebühren nachzahlen, da sie das Programm technisch empfangen konnten). Ich bin ja immer ein wenig zu faul für Aprilscherze – und ganz oft denke ich beim Durchklicken meiner Newsfeeds – das kann doch nur ein Aprilscherz sein. Leider muss ich dann immer feststellen, dass es noch über 360 weitere Tage gibt, die nicht der 1. April sind. Das Problem daran: Auch an diesen Tagen erscheinen Nachrichten. Naja – kann man wohl nichts machen.

Auch der 1. April ist nicht so ganz einfach. Da werden gerne mal neue Produkte vorgestellt – und rein theoretisch könnte ja auchmal am 1. April wirklich mal etwas passieren.

Da ich jetzt längere Zeit meine Newsfeeds nicht mehr abgearbeitet hatte, hielt ich zuerst auch Cinavia für einen Aprilscherz. Zur Erklärung Cinavia ist mal wieder eine neue tolle DRM/Kopierschutz Geschichte. Bei dieser werden in eine normale Tonspur für menschliche Ohren defacto unhörbare Steuerungssignale zugegeben. Diese bleiben auch nach Konvertierungen und Umwandlungen erhalten. Erhält ein nicht autorisiertes Gerät Material mit diesen Steuerungssignalen verweigert es die Wiedergabe – oder schaltet die Tonspur aus …
Ich stelle mir das sehr interessant vor. Wenn jetzt jemand ein Hochzeitsvideo dreht und dann die Braut draußen vor dem Standesamt den Brautstrauß wirft … und dann ein Auto mit lauter Musik vorbeikommt …

… und diese Musik rein zufälligerweise diese Steuerungssignale beinhaltet, könnte es sein, dass das Hochzeitsvideo später nicht mehr an dieser Stelle (mit bestimmten Geräten) abspielen lässt – weil halt irgendwo im Hintergrund dieser Kopierschutz mit aufgenommen wurde. Toll oder?
Das ist zwar ein wenig konstruiert – aber denkbar. Also quasi »aus rechtlichen Gründen kann dieser Ausschnitt im Internet leider nicht gezeigt werden« nur halt diesmal im sehr privaten Rahmen…