Zweck von Lateinunterricht

Wer sich schon immer gefragt hat, wozu manche überflüssige Schulstunde gut gewesen ist, bekommt bei der Zeit eine mögliche Antwort:

Ich habe mir wohl aus vielen Jahren Lateinunterricht die Fähigkeit bewahrt, nicht zuzuhören, wenn mir jemand etwas Kompliziertes und zugleich Überflüssiges erklärt.

Elisabeth Raether

Manager

Manager ist auch nur eine höfliche Formulierung für ‚Kindergärtner der Erwachsenen‘

– Me, myself & I

Wie ich lernte mit dem TC7200 zu leben

Unverständnis. Kopfschütteln. Spontane Panikattacken. All das erlebe ich mit meinem Router. Mein Kabelmodem und Router TC7200 ist inzwischen viel mehr als ein normales Modem für mich. Wir verbringen viel Zeit miteinander – der kleine Router und ich. Und ich kann nicht mehr ohne ihn. Manchmal ist er sogar so ehrgeizig mich dazu zu bringen mich mehr mit Wireless-Technologien auseinanderzusetzen und belehrt mich so.

Das alles hört sich verwirrend an? Ist es auch. Doch der Reihe nach. Der TC7200 ist zunächst einmal ein Modem mit integrierten Router (ähnlich wie man das von den bekannteren AVM Fritz-Boxen kennt). Eine etwas unrühmliche Bekanntheit hat der TC7200 von Technicolor dadurch erhalten, dass er einer der aktuellen Zwangsrouter der Kabelnetzbetreiber ist. Sowohl bei Kabeldeutschland als auch bei Unitymedia/KabelBW findet man die Bedienungsanleitung auf den Seiten der jeweiligen Kabelbetreiber. Man kann davon ausgehen, dass ein nicht unerheblicher Teil der Kunden mit Kabelverträgen der letzten Jahre genau eben diesen Router bei sich zu Hause im Einsatz haben.
Das an sich wäre noch nicht schlimm. Schließlich ist der TC7200 an sich gar nicht schlecht ausgestattet: Ein USB-Port, vier LAN-Anschlüsse und W-LAN sowohl für das 2,4Ghz als auch das 5Ghz Frequenz-Band. Das entspricht in etwa den üblichen Features von den günstigeren Routern. Erwähnenswert bei den Funktionen ist noch die Tatsache, dass man sich für ein Frequenzband entscheiden muss: Entweder man betreibt den Technicolor Router im 2,4Ghz Band oder im 5Ghz Band. Beides gleichzeitig (oftmals mit Dual-Band beworben) ist leider nicht möglich.

Soweit – so gut. Doch was kann der Technicolor nun in der Form die man per Firmware von Unitymedia bekommt nun wirklich(Stand: Juni 2015)?

USB: Schnell stellt sich heraus, dass die USB-Schnittstelle genau eines kann: Strom bereitstellen. Mehr kann der USB-Port nicht. Genau so gut könnte man ein USB-Netzteil verwenden (wodurch man vermutlich potentielle Sicherheitslücken reduzieren könnte).
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Love, Peace and Harmony

… oder auch: Die Grünen werden 30.

Die Grünen werden 30 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch.
Puh. Was soll man dazu denn noch sagen. In den Tagesthemen sprach man von „kampflustigen Geburtstagskindern“ und die Grünen-Spitze lässt sich auch mal inzwischen des öfteren von der Bild-Zeitung interviewen und überhaupt scheinen die Grünen inzwischen eine ganz, ganz normale Partei zu sein. Eine ganz normale Partei halt – und so fragen sich Kolumnisten landauf und landab, was denn von der Grünen-Mitregierungszeit geblieben ist und wie sich die Grünen überhaupt entwickelt haben…

Da werden ganz gerne Fotos aus den Gründungstagen der Partei hervorgeholt, wie beispielsweise bei der SZ. Da sieht man Friedenstauben, Peace-Symbole und überhaupt erinnert nicht wenig an „Love, Peace and Harmony„.

Unter den Bildern sieht man dann Texte, alle entsprechend dem Motto „nun sind auch die Grünen in der Mitte der Gesellschaft angekommen“ und suggerieren damit das sich die Grünen über die Zeit verändert hätten. Haben sie nichtmals, so sehr. Es herrscht immer noch der Geist des „Love, Peace and Harmony“ in der Partei. Nur war vielen bisher die Bedeutung des Wortes Love selbst den Parteianhängern nicht immer klar – doch seit geraumer Zeit steht fest das Love für Leistungsorientierte Vergütung steht.
Aber mal ehrlich: Insgeheim wussten wir das doch alle.

Der Herbst ist Autozeit

Keine KFZ-Steuer. Laub stopft zuverlässig alle Schlaglöcher. Die Autofahrer müssten eigentlich dieser Tage ganz aus dem Häuschen sein und bei der Tanke Schlange stehen. Schließlich ist der Benzinpreis so gering wie lange nicht mehr. Dennoch fahren die Leute nicht durch die Gegend und zwanzig Kilometer Umweg zur Arbeit. Da hat selbst die Subvention für den Porsche Cayenne nicht mehr weiter geholfen.
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Selbsthilfegruppen: Sterben?

Im Gesundheitshaus stand eine Tafel mit einer Auflistung verschiedener Selbsthilfegruppen. Eine sehr, sehr lange Auflistung. Vom einfachen „Alt werden“ bis „Eltern drogenabhängiger Jugendlicher“ war nahezu jede erdenkliche Selbsthilfegruppe vorhanden. Aber eine Selbsthilfegruppe fiel aus dem Schema: Sterben.

Wie man das verstehen darf? Suizidgefährdete, alte Menschen die kurz vor dem Tod stehen, unheilbar Kranke? Vor allem die Inhalte der Gruppe möchte ich nicht sehen. Passen sie gut auf – dieses Beispiel kann ich ihnen nur einmal zeigen.. Oder was sagt man in so einer Gruppe.

Hoffentlich hat bei mir nur die Gehirnwäsche von MTV gewirkt…

Krisenstimmung

Es herrscht Krisenstimmung. Wo man hinblickt. Krisenstimmung. Krise, Krise, Krise und Krise. Manch ein Zeitgenosse wird erst jetzt bemerkt haben: Krise wird ohne IE geschrieben. Womit wir uns schon wieder in einer Krise befinden. Der Rechtschreibkrise. Egal wo man hinblickt, wie gesagt – Krise. Focus Money, Financial Times Deutschland, Handelsblatt und der Economist – überall herrscht Krisenstimmung. Ist das nicht herrlich. Lehman Brothers ruiniert, hier noch eine Bank die Pleite geht da etwas Verstaatlichung. Ach schön ist’s doch Journalist zu sein.

Was mich im Gegensatz zu den Journalisten* interessiert sind die Gründe für Krisen. Okay, es hat in den USA ein paar Kredite gegeben die nicht gedeckt waren. Ja und ansonsten? Ansonsten sieht es nämlich gar nicht nach einer reinen Immobilienkrise aus? Könnte nicht vielleicht etwas Maßlosigkeit zu Problemen geführt haben? „Krisenstimmung“ weiterlesen

Medienjunkie

Alles steckt in der Krise. Die Menschheit ist seit dem ersten 11. September nicht mehr sicher, die Erderwärmung wird uns alle dahinraffen und spätestens in ein paar Jahren gehören die deutschen Schülern zu dümmsten des Planeten.

Wer regelmäßig Focus, Stern, Spiegel und Bild liest der ist bestens informiert und weiß: Die Welt steckt in einer permanenten Krise. Egal wie schön das Wetter ist, wie gut man im letzten Monat verdient hat – alles schaukelt von einer Katastrophe zur nächsten. Immer und immer wieder.
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